Fußball

Burgstaller fragte: „Was ist bitte ein typisches Burgstaller-Tor?“ Ärger bei Hasenhüttl

Des einen Österreichers Freud, war Sonntag Nachmittag in Leverkusen des anderen Leid: Teamkapitän Julian Baumgartlinger sah von der Ersatzbank, wie Guido Burgstaller mit seinem ersten Tor in der Rückrunde Schalke auf die Siegesstraße brachte und damit zuruck in die Champions League-Plätze auf Rang drei. Leverkusen fiel durch das 0:2 (0:1), die dritte Niederlage im vierten Heimspiel dieses Jahres auf Platz fünf zurück.Österreicher-Ärger gab´s auch in Leipzig: Für Marcel Sabitzer auf dem Rasen, Ralph Hasenhüttl und Stefan Ilsanker auf der Bank. Gegen den Letzten 1.FC Köln zur Pause trotz vieler Chancen 1:0 geführt, aber noch 1:2 verloren, die dritte Pflichtspielniederlage hintereinander kassiert.

Gab es unter Hasenhüttl bisher noch nicht. Drei fix eingeplante Punkte weg, weiter Platz sechs. Sabitzer gab zu:“ Wenn man so auftritt wie wir in dere zweiten Hälfte, hat man nichts verdient.“ Auch bei Hasenhüttl war der Ärger groß: „Wir müssen bis zur Pause mit dem zweiten und dritten Tor alles klar machen. Nachher war dann gar nichts mehr.“ Müdigkeit durch das dritte Spiel in sechs Tagen ließ er nicht als Begründung gelten.  Damit kann sich Hasenhüttl-Freund Peter Stöger Montag Abend mit  Borussia Dortmund durch einen Heimsieg über Augsburg um je fünf Punkte von Leverkusen und Leipzig absetzen.

Baumgartlinger ist es mittlerweile etwas leid, von seinem Trainer Heiko Herrlich zu hören, wie schwer es ihm falle, ihn nicht von Beginn an zu bringen, sondern den ehemaligen deutschen U21-Teamspieler Dominik Kohr. Der sah noch vor der Pause Gelb-Rot, womit die Aufholjagd nach Burgstallers schnelles Führung ganz schwierig wurde. Der Kärntner traf schon nach acht Minuten bei einem Konter: Hoher Ball von Verteidiger Daniel Caligiuri aus der eignen Hälfte, Burgstaller  nahm den Ball mit links mit, hob ihn mit rechts über den griechischen Verteidiger Panagiotis Retsos, hatte damit freie Bahn, ließ Tormann Bernd Leno keine Chance. Burgstallers achtes Saisontor, das zweite in diesem Jahr. Auch das erste war ganz wichtig: Das war der „Burgknaller“, der Schalke gegen Wolfsburg ins Pokalsemifinale brachte.

Die Bilanz des Ex-Rapidler in Leverkusen bis zur Pause: Mehr als sechs Kilometer gelaufen, 20 Zweikämpfe bestritten. Überraschend, dass ihnTrainer Domenico Tedesco nach vier Mintuen der zweiten Hälfte auswechselte. Beim „Sky“-Interview antwortete Burgstaller auf die Feststellung des Reporters, dies sei kein typischer Burgstaller-Treffer gewesen, mit der Frage: „Was ist bitte ein typisches Burgstaller-Tor? Mit der Antwort „ein einfaches“ konnte er wenig anfangen: „Ich hab den Ball über den Gegner gehoben, das war´s.“ Die Freude über Tor und Sieg störte nur der Ärger über die gelbe Karte, die ihm Referee Daniel Siebert kurz vor der Pause zeigte. Wegen einer Geste, mit der Burgstaller auf einen Foulpfiff gegen ihn reagiert hatte: „Da hat dem Schiedsrichter völlig das Fingerspitzengefühl gefehlt“. Daher ist Burgstaller am Wochenende gegen Hertha BSC Berlin gesperrt.

Einen erfolgreichen Sonntag hatte von Österreichs Teamspielern auch Tormann Heinz Lindner: Er rettete Grasshoppers Zürich mit zwei Superreaktionen das 1:0 (1:0) im bitterkalten Lokalderby gegen den FC Zürich. Auch Marco Djuricin war dabei. Trainer Murat Yakin schonte fünf Stammspieler. Denn Mittwoch treffen die Züricher Rivalen im Letzigrund wieder aufeinander. Da geht es um den Einzug ins Cupfinale.

 

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