Eishockey

Chaos um Eishockeyteam: Auf Abbruch in Danzig folgte Sieg über Dänemark

Der erste Test von Österreichs Eishockeyteam für die A-WM 2019 in Bratislava sorgte für das größte Chaos der letzten Jahrzehnte, endete mit einem Abbruch des verschobenen Spiels gegen Norwegen in Danzig nach einem Drittel, als Österreich mit 14 Spielern, also nicht einmal drei kompletten Linien durch ein Tor von Ambri-Legionär Fabio Hofer 1:0 führte. Ein Wahnsinn ohne Ende. Die Schuldigen: Die deutsche Lufthansa und die Organisatoren des Vierländerturniers in Danzig.

Alles der Reihe nach: Donnerstag  Mittag flog das rot-weiß-rote Aufgebot von Wien über Frankfurt nach Danzig. Beim Zwischenstopp am Rhein-Main-Flughafen blieben allerdings elf Spielertaschen mit Dressen, Schuhen, Handschuhen etc. liegen. Die Lufthansa garantierte, dass die bis Freitag, acht Uhr früh, in der polnischen Hafenstadt eintreffen werden. Ein leeres Versprechen, sie kamen auch Donnerstag Abend mit der Maschine aus Frankfurt in die polnische Hafenstadt nicht mit.  Also gelang es Österreichs Delegation in Gesprächen mit den Veranstaltern, den Anpfiff der Partie gegen Norwegen auf 21.30 Uhr nach der Partie zwischen Polen und Dänemark zu verlegen. Nur kamen die elf Taschen auch Freitag Mittag nicht mit dem ersten Flug der Lufthansa von Frankfurt nach Danzig, weil die Maschine wegen Nebels an der Ostsee nicht in Danzig, sondern in Berlin landete.  Daher organisierte der Eishockeyverband in einer Art Feuerwehrübung über Geschäftsführer Christian Hartl bei einem befreundeten Wiener Spediteur den Bustransport der Taschen von Berlin über 550 Kilometer nach Danzig mit der Ungewissheit, wann die Ausrüstung der Spieler Patrick Peter, Thomas Vallant,  Benjamin Nissner, Ali Wukowits, Marco Brucker und Andreas Kristler tatsächlich in der Eishockeyhalle eintreffen.

Aber das Chaos ging noch weiter. Das erste Spiel zwischen Polen und Dänemark musste 17 Minuten vor Ende wegen des Lochs in der Eisfläche unterbrochen werden. Nach „Kampf“ gelang es  unter Mühen, alles mit Trockeneis zu reparieren. Als das zweite Match angepfiffen wurde, waren die Taschen noch immer nicht in der Halle. Österreich führte mit den 18jährigen Debütanten Julian Payr und Benjamin Baumgartner 1:0. Als kurz nach 22 Uhr das zweite Drittel beginnen sollte, ging es aber nicht. Die Krönung des Wahnsinns: Die Folie mit der roten Mittellinie  hatte sich gelöst (Bild oben) Daher Abbruch. Und genau zu diesem Zeitpunkt trafen die Spielertaschen in der Halle ein. Wie geht´s weiter? Wenn die Eisfläche repariert werden kann, sollen  die Spiele Samstag gegen Dänemark und Sonntag gegen Polen stattfinden. Mehr Chaos als am Freitag, als sich die Ereignisse überstürzten, geht nicht mehr. Der letzte Abbruch eines Spiels beim Eishockeyteam? Vor 13 Jahren in der Wiener Stadthalle beim letzten Test vor der Heim-WM, als das Eis zu weich wurde.

Offenbar sind Österreichs Cracks stressresistent. Am Tag nach dem Chaos gab´s auf reparierter Eisfläche im Duell der A-Nationen ein 2:1 (00, 1:0, 1:1, 1:0) nach Verlängerung, beim dem Peter Schneider von den Vienna Capitals für die Führung sorgte und Hofer in der zweiten Minute der Verlängerung für die Entscheidung sorgte. Vater des Sieges und zum besten Österreicher gewählt: Tormann David Kickert, bei den Linzer Red Wings bisher als Nummer zwei hinter dem Kanadier Michael Ouzas kaum im Einsatz.

 

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