Fußball

Das gab es noch nie: Von der Anfield Road nach Hartberg

Seit Donnerstag jubelt Hartberg über seinen gelungenen Tormanncoup. Es gelang zum ersten Mal, einen Spieler von der Anfield Road in die Oststeiermark zu holen. Der im niederösterreichischen Hainburg geborene ungarisch-österreichische Doppelstaatsbürger  Armin Pecsi, der letzte Saison in Liverpools U 21-Team zum Einsatz kam, bei fünf Premier-League-Spielen im Kader stand und sein Debüt in Ungarns Team feierte, kann sich kommende Saison mit auffälligen Leistungen wie etwa letzte Saison Ritzy Hülsmann für mehr empfehlen: „Wenn FC Liverpool als einer der größten Klubs Europas  einem Verein wie uns sein größtes Torwarttalent anvertraut, dann kann man das als Auszeichnung sehen“, freute sich Trainer Markus Schopp, „er  war mein Wunschtorhüter, weil er genau unserem Profil entspricht!“ Schopp bekam auch einen neuen Stürmer: den bei Wolfsberg nicht mehr gefragten Angelo Gattermayer. Vor einem Jahr erzielt der 25-jährige Niederösterreicher Wolfsbergs Goldtor im Cupfinale gegen seinen neuen Klub. Bei Gattermayers Engagement wusste Sportdirektor Schopp noch nicht, dass er auf einen Stürmer monatelang verzichten muss: Lukas Fridrikas verletzte sich schwer am Knie und wird operiert. Aufsteiger Austria Lustenau lieh vom FC St. Gallen Mittelstürmer Antonio Verinac aus, einen Deutsch-Kroaten. Die Spitzenklubs verliehen hingegen Spieler: Meister LASK den nigerianischen Linksverteidiger Emmanuel Michael an Zweitligist Admira, Red Bull Salzburg den 20-jährigen dänischen Offensivspieler Clement Bischoff, mit dem es im Frühjahr disziplinäre Probleme gab, nach Holland an NEC Nijmegen.

Wenn Pecsi schon zum Saisonstart in der ersten Cuprunde erstmals im Hartberg-Tor spielt, dann Sonntag beim Tiroler Regionalligisten Imst. Freitag gibt es insgesamt 13 Partien. Von den Bundesligaklubs gastiert Sturm Graz am Salzburger Wallersee bei Seekirchen (das erste Cupspiel, das Puls 4 live überträgt), Ried beim FC Dornbirn,  Wolfsberg in Lauterach in dem nach dem unvergesslichen Bruno Pezzey benannten Stadion, WSG Tirol in Niederösterreich bei Wieselburg, Altach, letzte Saison im Finale, in Leobendorf. Bundesligaabsteiger Blau Weiß Linz präsentierte sein total umgebautes Team im Oberösterreich-Derby bei Union Gurten. 22 Spieler verließen die Linzer, 18 kamen neu hinzu. Darunter Routineir Dominik Frieser (zuletzt GAK), der Ex-Austrianer Dario Kreiker, der letzte Saison in Tschechien bei Dukla Prag war, Austrias Stürmertalent Romeo Vucic und der ukrainische U21-Teamspieler Antonin Tsarenko. Geblieben sind nur wenige. Etwa  der 37-jährige Oldie Ronivaldo oder die Abwehrspieler Manuel Maranda,  Alem Pasic und Fabio Varesi-Strauss.

Etwas Spezielles hat Freitagabend das Kärntner Regionalderby zwischen ATSV Velden und Austria Klagenfurt: Dafür kam nur ein Kärntner Schiedsrichter in Frage. Also pfeift ein 58-Jähriger: Manfred Krassnitzer, 13 Jahre nach Ende seiner Bundesligakarriere.

Foto: TSV Hartberg.

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