Fußball

Der dritte Sieg gegen die Skifahrer: David Alaba Sportler des Jahres

Als David Alaba vor zwei Wochen bei der „Bruno“-Gala des Vereinigung der Fußballer mit dem Preis der besten Legionärs ausgezeichnet wurde, konnte er im Globe-Theatre persönlich anwesend sein. Denn er war bei der Nationalmannschaft in Wien, bekam von Teamchef Ralf Rangnick die Erlaubnis, die Auszeichnung entgegenzunehmen. Als der 30 jährige Mittwoch Abend eine noch größere bekam, fehlte er auf der Bühne der Lotterien-Sporthilfe-Gala. Alaba konnte nicht in der Wiener Stadthalle sein, als er zum dritten Mal nach 2013 und 2014 zu Österreichs Sportler des Jahres gekürt wurde und dafür den „Niki“ bekommen hätte, weil er zur gleichen Zeit mit Real Madrid im Bernabeu-Stadion gegen Schachtjor Donezk in der Champions League spielte und 2:1 gewann. Seine Eltern saßen auf der Tribüne, fielen daher als „Vertretung“ des Sohnes aus.

Alaba hat sich die Auszeichnung durch seinen dritten Sieg in der Champions League, den ersten mit Real Madrid und den ersten Meistertitel in Spanien als Draufgabe hundertprozentig verdient. Aber es konnte doch nicht unbedingt erwartet werden, dass er zum dritten Mal mehr Stimmen als die Konkurrenz aus dem Skilager bekam. So wie früher im Zweikampf gegen Marcel Hirscher jetzt gegen Matthias Mayer, der zum dritten Mal hintereinander bei Olympia Gold gewann, und Johannes Strolz, den Aufsteiger des Jahres, mit zweimal Olympiagold. Aber es gab noch keinen österreichischen Fußballer und wird auch keinen mehr geben, der so viele Titel gewann wie Alaba, der auch 2013 und 2014 bei seiner Ehrung nicht persönlich anwesend sein konnte. Damals ließ ihn Bayern München nicht zur Ehrung. Zweimal war er per Videoschaltung aus München dabei, 2013 in Begleitung seines Freundes und damaligen Mitspielers Franck Ribery.

Auch die Mannschaft des Jahres kam mit Red Bull Salzburg aus dem Fußball. Der erstmalige Aufstieg in die k.o.-Phase der Champions League zählte mehr als das Olympiagold der Skispringer und der Aufstieg der Fußballdamen ins Viertelfinale der Europameisterschaft.  Auch Salzburg spielte am Tag der Sporthilfe-Gala. Pech für die Organisatoren, das natürlich die Diskussionen befeuerte, ob es gerecht und geschickt ist, schon im Oktober den Sportler des Jahres zu küren. Alaba hätte erst Mitte November einen freien Termin gehabt, an dem er geehrt hätte werden können. Aber dann wären die Skifahrer nicht zur Verfügung gestanden.

 

Foto: VdF.

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