Fußball

Im „Ivanschitz-Stadion“ kann Austria nur überraschen!

Wer nur einen Punkt aus den ersten zwei Gruppenspielen gegen holt, steht im dritten unter Zugzwang. Wie die Austria nach dem 0:0 gegen Hapoel Beer Sheva und dem 1:4 bei Lech Posen in den bevorstehenden zwei Begegnungen mit Favorit Villarreal. Um vielleicht in der Conference League überwintern zu können, bracht die Austria Punkte gegen die Spanier. Die so viel Qualität im Kader haben, dass es sich Trainer Unai Emery leisten könnte, bei den Siegen gegen Lech Posen (4:3) und in Israel gegen Beer Sheva (2:1) nur zwei Mann aus der Stammelf aufzubieten: Den 31 jährigen französischen Routinier Francis Coquelin als Zentralfigur im Mittelfeld und den zehn Jahre jüngeren spanischen Offensivspieler Alex Baena. Das wird Donnerstag gegen die Austria nicht anders sein.

Die ist trotzdem im „Ivanschitz-Stadion“ nur Außenseiter. Villarreal hat derzeit auch keinen Heimvorteil. Das „Estadio Ceramica“ wird renoviert, daher wird 60 Kilometer entfernt in Valencia gespielt. Im „Ciudad de Valencia“, der Heimstätte des Zweitligisten Levante. Als der noch in der La Liga spielte, gehörte Österreichs Ex-Teamkapitän Andreas Ivanschitz von 2013 bis 2015 nach seiner Zeit bei Mainz dazu. Deshalb das „Ivanschitz-Stadion“, in das zum 4:3 gegen Lech Posen 10.385 Villarreal-Fans kamen.  Gegen Austria werden es ähnlich viel sein. Letzte Saison hatte das gelbe U Boot, wie Villarreal wegen der Klubfarben genannt wird, im Frühjahr europaweit Schlagzeilen geliefert. Im Achtelfinale der Champions League Bayer München eliminiert, erst im Semifinale an Liverpool gescheitert.

In der La Liga liegt Villarreal nach sieben Runden und fünf Spielen mit nur einem Sieg auf Rang sieben, mit drei Punkten Rückstand auf die Champions League-Platz. Da bleibt ein erfahrener Trainer wie der 50 jährige Emery (Bild oben) der zuvor bei Sevilla, Paris St. Germain und Arsenal nicht gerade erfolglos war, gelassen. Mit Sevilla gewann er zwischen 2013 und 2016 dreimal den UEFA-Cup, mit Paris St. Germain wurde er Meister, was Pflicht ist, mit Arsenal kam er 2019 ins Endspiel der Europa League, die er 2021 mit Villarreal im Finale gegen Manchester United gewann. Ungewöhnlich, dass ein Klub aus einer Kleinstadt mit etwas mehr als 50.000 Einwohnern einen europäischen Titel gewinnen kann.

Es wäe daher fast ein Meilenstein der Austria-Klubgeschichte, sollte es gelingen, gegen Villarreal besser abzuschneiden als im Frühjahr 2021 der FC Salzburg, der im Sechzehntelfinale der Europa League zweimal verlor (0:2, 1:2).  Die Devise von Kapitän Lukas Mühl für Villarreal und das Wiener Derby am Sonntag gegen Raid: „Einen Tick intensiver und aggressiver verteidigen als zuletzt“. Ob das reichen wird? Die Personalsituation hat sich nicht verändert. Linksverteidiger Marvin Martins hofft auf ein Comeback im Derby.

Foto: UEFA.

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