Fußball

Der Fall Peretz: Zahlt Wolfsberg besser als die Austria?

Wolfsberg verpflichtete für die kommende Saison wieder einen Legionär aus Israel. Der Transfer lief ähnlich wie der von Torjäger Shon Weissman vor einem Jahr, über die Connexion-Sportagentur und Lino Heiduck. So kam der 24 jährigen Mittelfeldspieler Eliel Peretz (Bild oben) von Hapoel Hadera, dem Dritten in unteren Play-off der Ligat ha´Al nach Kärnten. Weissman erzählte ihm nur gutes von seiner Zeit in Wolfsberg, die aber im Juli vorbei sein dürfte. Der Marktwert von Peretz lief bei „transfermarkt“ bei 350.000 Euro. Seine Visitenkarte in diesem Jahr: Acht Tore in 15 Spielen. Israelische Medien behaupten, Peretz sei auch in Wien bei der Austria gewesen, aber das Angebot aus Wolfsberg sei lukrativer gewesen, außerdem habe es bessere die internationale Perspektive. Was  stimmt: Die Chancen, nächste Saison mit Wolfsberg in der Europa League zu spielen, sind aktuell größer als die bei der Austria.

Zahlt also Wolfsberg derzeit auch mehr als die Austria? Auch das wäre nicht verwunderlich. Durch die Einnahmen aus der Europa League, die Transfererlöse von Marcel Ritzmaier und Michael Sollbauer bei ihrem Wechsel in die zweite englische Liga zu Barnsley, die siebenstellige Summen, die Präsident Dietmar Riegler von Austria (!) und Barnsley im letzten Jahr bekam, weil die seine Trainer Christian Ilzer und Gerhard Struber aus laufenden Verträgen herauskauften. Zudem erwartet Wolfsberg bei dem erwarteten Wechsel von Weissman, für den die führenden englische Stellar-Agentur in Deutschland und England auf Klubsuche ist, einige Millionen. Und die  Austria? Ihre Finanzlage kam schon vor Corona in Schieflage, die Situation hat sich seither nicht verbessert. Im Gegenteil.

Austrias Chefscout Gerhard Hitzel traf sich unlängst mit Israels Teamchef Andreas Herzog, um über israelische Spieler, die angeboten wurden, zu reden. Dabei ging es auch um einen Mittelfeldspieler namens Peretz, allerdings um Dor Peretz von Tabellenführer Maccabi Tel Aviv. Der zum Unterschied von Wolfsberger Neuerwerbung zum Stammpersonal in Israels Team gehört, bei Herzog ein hohes Standing hat, daher auch um einiges teurer kommt als Eliel Peretz. Wäre also nicht zu zahlen für Austria. Außer er wird fremd finanziert wie so mancher Austria-Transfer aus Israel in vergangenen Zeiten von der Firma „Frank-Stahl.“ Aber Sportvorstand Peter Stöger ist kein großer Freund von solchen Modellen. Ihn beschäftigt mehr der Kampf um den Sieg in der Qualifikationsrunde. Da wartet Samstag auf Violett das „Retourspiel“ am Innsbrucker Tivoli gegen WSG Swarovski Tirol.

Für Ilzer hat es eine besondere Brisanz, in fünf Tagen zweimal auf den gleichen Gegner zu stoßen. Für eine zusätzliche Motivation sorgte Tirols „Major“ Stefan Maierhofer Dienstag nach Austrias erste Saisonsieg gegen den Aufsteiger durch ein „Sky“-Interview. In dem er meinte, die Austria sei zurecht in der Qualifikationsrunde, wenn sie sich über diesen Sieg so freue. Der Satz hatte insofern seine Berechtigung, weil nicht einmal die violett Chefetage bestreitet, zu Recht gegen den Abstieg zu kämpfen statt in der Meisterrunde zu spielen. Die Brisanz gibt es auch bei Altach gegen Admira und Mattersburg gegen St.Pölten. Ein Führungswechsel von Austria zu Altach ist Samstag ebenso möglich wie bei nur drei Punkten Abstand zwischen Drittem (WSG Tirol) und Letztem (Admira) ein anderes Schlusslicht. Die tipp 3-Quoten favorisieren aber ein Happy End für Violett am Ende der zehn Runden.

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