Fußball

Der grün-weiße Fußballgott holte 87,7 Prozent Zustimmung heraus

17 791 Mitglieder hat Rapid, 1284 (darunter die Legenden Franz Hasil und Herbert Feurer sowie die ehemalige Rapid-Stimme Andy Marek) kamen Samstag zur Hauptversammlung ins Hütteldorfer Allianz-Stadion. 1160 waren stimmberechtigt, 13 gaben ungültige Stimmen ab. Von den verbliebenen 1147 gingen 1006 an das neue Präsidium mit Präsident Alexander Wrabetz und Vizepräsidentin Edeltraud Hanappi-Egger. Das sind stolze 87,7 Prozent. Die gewünschte breite Zustimmung, die der scheidende Präsident Martin Bruckner in seiner Abschiedsrede ansprach, in der er meinte, man sollte das Einigende über das Trennende stehen. Das passierte. Durch Steffen Hofmann, den grün-weißen Fußballgott. In Wahrheit ist er der große Sieger der Wahl, dem die Mitglieder und Fans vertrauen. Wrabetz hätte ohne Hofmann an seiner Seite sicher mehr als 131 Gegenstimmen bekommen.

Bevor Wrabetz in seiner Rede vor der Wahl ankündigte, offen für neue Wege zu sein, bekam er schon Applaus. Für die Feststellung, seine bewegendste Erinnerung an Rapid sei die an Steffen Hofmann 2008 mit dem Meisterteller vor tausenden Fans am Rathausplatz. An allen Schrauben werde man in schwierigen Zeiten drehen, der wirtschaftliche Erfolg sei die Basis für den sportlichen: „Nur der zählt!“ Und sei derzeit nicht der, den Rapid haben sollte. Sicher auch kein Zufall, dass sich Michael Tojner, der im neuen Präsidium den Sportausschuss leitet, mit Hofmann an der Seite präsentierte: „Der Europacup muss für uns Pflicht sein!“ Hofmann bekannte sich zu Trainer Zoran Barisic („Gott sei Dank ist Zoki wieder unser Trainer und wird es auch bleiben“), versicherte, man wolle den Weg mit jungen Leuten gehen, die beste Akademie für die besten österreichischen Nachwuchsspieler werden, viele tolle Dinge umsetzen, um mit vieler positiver Energie „wieder leiwand“ zu sein, Titel zu holen und am Rathausplatz zu feiern.  Das gehe aber nicht von heute auf morgen. Auf einen genauen Zeitraum legte er sich auch nach der Wahl nicht fest: „Solange Salzburg so gut performt, kann man das nicht prophezeien!“

Bevor abgestimmt wurde, forderten mit Rapid-Ikone Andreas Herzog und Banker Andreas Treichl zwei Prominente via Einspielung die Mitglieder zur breiten Zustimmung für die Liste von Hofmann auf. Beide werden in Zukunft als grün-weiße Botschafter agieren. Nach drei Stunden und 14 Minuten der Hauptversammlung verkündete Erich Haider als Vorsitzender des Wahlausschusses das Ergebnis. Die Erleichterung war allen bei den ersten gemeinsamen Fotos (Bild oben) anzusehen. Die harmonische Stimmung, die zum Unterschied von 2019 herrschte, schlug sich auch im Ergebnis nieder: „Wir übernehmen ein wohl bestellte Haus“, verteilte Wrabetz  Komplimente an Vorgänger Bruckner. Fix ist, dass der vor drei Monaten mit einer letztklassigen Aktion aus seinem Büro vertriebene Werner Kuhn auf Vorschlag von Wrabetz auf der ersten Sitzung des neuen Präsidiums am Montag interimistisch Wirtschafts-Geschäftsführer, Hofmann künftig die starke Stimme des Sports sein wird. Ohne Sport-Geschäftsführer zu sein. Die Kompetenzen sollen noch genau definiert werden. Bis Weihnachten. „Rapid ist kein zerrissener Verein“, konstatierte Vizepräsidentin Hanappi-Egger, gewann der grün-weißen Popularität eine positive Seite ab: „Sie sorgt für Leistungsdruck, der notwendig ist, um besser zu werden!“

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots.

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