Fußball

Die bisher größte Show im Klubfußball: Wer wird Geldmeister im Milliardenturnier?

Es soll die größte Show werden, die es im Klubfußball bisher gegeben hat. Die teuerste wird die erste Klub-WM mit 32 Klubs aus sechs Kontinentalverbänden zwischen 15. Juni und 13. Juli in den USA, eine Erfindung von FIFA-Präsident Gianni Infantino ganz sicher. Zwölf kommen aus Europa (Paris St. Germain,  Real und Atletico Madrid, Bayern München, Borussia Dortmund, Chelsea, Manchester City, Inter Mailand, Juventus, FC Porto, Benfica Lissabon, Red Bull Salzburg), sechs aus Südamerika (Palmeiras, Flamengo, Fluminense und Botafogo aus Brasilien, River Plate und Boca Juniors aus Argentinien, je vier aus Asien (Al Hilal aus Saudiarabien, Urawa Red Diamonds aus Japan, Al Ain mit dem Ex-Wolfsberger Adis Jasic aus den Emiraten, und Ulsan aus Südkorea) und Afrika (al Ahly aus Ägypten, Wydad Casabalance, Esperance Tunis, Mamelodi aus Südafrika), fünf aus Nord-und Mittelameerika (Seattle Sounders, Inter Miami, FC Los Angeles, Monterrey und Pachuca aus Mexiko), dazu Auckland aus Neuseeland für Ozeanien. Der Gewinner wird der große Geldmeister. Die FIFA verteilt eine Milliarde US-Dollar, das sind rund 880 Millionen Euro, an die Teilnehmer, die zusammen einen Marktwert von 10,145 Milliarden Euro haben. Die Nummer eins der Marktwertrangliste ist Real Madrid (1,36 Milliarden) vor Manchester City (1,26) und Chelsea (963 Millionen). Österreichs Vizemeister Salzburg liegt mit 202 Millionen zwischen den brasilianischen Klubs Palmeiras und Botafogo auf Platz 15, ist immerhin 108 Millionen mehr wert als Inter Miami, der Klub des 37 jährigen Superstars Lionel Messi, mit dem auch sein Freund Luis Suarez (38) sowie die ehemaligen Barcelona-Stars Sergio Busquets und Jordi Alba (jeweils 36) spielen.

Wer am 13. Juli das Finale in der 82.000 Zuschauer fassenden East Rutherford Metropolitan- Arena, der Heimstätte der Football-Teams New York Giants und New York Jets, in der auch das Endspiel der WM 2026 stattfinden wird, gewinnt, kassiert über 110 Millionen Euro. Für sieben Spiele. Paris St. Germain bekam als Sieger der Champions League zwar rund 150 Millionen, musste dafür aber 15 Partien bestreiten. Der Klub-Weltmeister erhält auch einen futuristischen Pokal aus Aluminium mit 24-karätigem Goldüberzug, entworfen vom Luxus-Juwelier Tiffany. Infantino verewigte sich darauf mit seiner Unterschrift. Gespielt wird in zwölf Stadien, zum größten Teil an der Ostküste. Qualifiziert für die erste Auflage der neuen Klub-WM waren die Sieger der Kontinental-Bewerbe zwischen 2021 und 2024, in Europa die Champions League-Gewinner (zweimal Real Madrid, Chelsea und Manchester City), dazu die besten neun Mannschaften der UEFA-Rangliste in dieser Zeit. Allerdings dürfen pro Land nur zwei Vereine teilnehmen, wodurch die Meister aus England und Spanien, der FC Liverpool und Barcelona fehlen. Dadurch bekam Salzburg als 18. dieses Rankings das zwölfte und letzte europäische WM-Ticket.

Das Startgeld Salzburgs ist mit 12,81 Millionen Euro das niedrigste der europäischen Teilnehmer. Das höchste bekommen Manchester City (33,5) und Real Madrid (31,5). Real bietet zwei Neue auf: Den 20 jährigen spanischen Innenverteidiger Dean Huijsen, für den an Bournemouth 59,5 Millionen bezahlt wurden und den englischen Rechtsverteidiger Trent Alexander-Arnold, dessen Vertrag bei Liverpool ausläuft. Allerdings erst am 30. Juni. Damit er schon bei der Klub-WM spielen darf, zahlte Real zehn Millionen. Zudem leistete sich Real um 63 Millionen das 17 jährige argentinische Offensivtalent Franco Mastantuono, sorgte für den Rekordtransfer im argentinischen Klubfussball. Bei der WM spielt er allerdings noch für River Plate Buenos Aires. Österreichs Teamkapitän David Alaba gehört nach Knieoperation und Reha zu Reals Kader. Mit Bayern wurde er in der kleineren Klub-WM mit sieben Teilnehmern zweimal Weltmeister (2013 und 2020).

Inter Miami bekam von der FIFA eine Wild Card, um amerikanischen Fans in die Stadien zu locken. Inters Startspiel gegen Al Ahly aus Ägypten im Hard Rock-Stadion von Miami war trotz verschenkter Karten in der Nacht auf Sonntag nicht ausverkauft. Sonntagabend ist in Cincinnati das erste Spiel, bei dem es eine österreichische Beteiligung geben könne: Bayern München gegen Auckland. Es wäre keine Überraschung, sollte Trainer Vincent Kompany Konrad Laimer fünf Tage nach der WM-Qualifikation mit Österreich nach eine Pause gönnen. Drei Stunden später gibt es in Los Angeles das erste Top-Spiel zwischen Champions League-Sieger Paris St. Germain, der als Favorit des Milliarden-Turniers gilt, und Atletico Madrid.

Salzburg beginnt zwischen Mittwoch und Donnerstag um 0.00 Uhr gegen Pachuca in Cincinnati, spielt vier Tage später zur gleichen Zeit in Washington gegen Al Hilal mit Ex-Inter-Trainer Simone Inzaghi und dem serbischen Teamkapitän Aleksandar Mitrovic und am 27. Juni um drei Uhr früh gegen Real Madrid in Philadelphia.  Ein Sieg bringt 1,7 Millionen Euro Prämie, ein Unentschieden die Hälfte. Der Aufstieg ins Achtelfinale wäre 6,5 Millionen wert. Alle Spiele der Klub-WM sind gratis auf DAZN zu sehen.

Foto: FIFA.

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