Fußball

Die Drei von Hoffenheim: So wie Grillitsch und Posch denkt auch Baumgartner an seine EM-Chance

Drei Österreicher in der Startaufstellung eines deutschen Bundesligaklubs sind eher die Ausnahme der Regel. Kann außer bei RB Leipzig, wo dies im Herbst mit Marcel Sabitzer, Konrad Laimer und Stefan Ilsanker fünfmal der Fall war, auch bei Hoffenheim passieren, bisher allerdings nur zweimal: Mit Florian Grillitsch, Stefan Posch und Christoph Baumgartner. Der 20jährige aus dem niederösterreichischen Horn ist der jüngste des Trios, der es insgesamt erst auf 13 Spiele in der Bundesliga brachte. Im letzten Herbst gehörte er viermal zu den ersten elf so wie letzten Samstag beim 1:2 im Ruckrundenstart gegen Salzburgs Europa League-Gegner Eintracht Frankfurt, als er links im Mittelfeld durchspiele: „Als linke zehn“, wie er im Spaß meinte. Die Zehnerposition gilt ja als die des Spielmachers. Baumgartner spielt  am liebsten im Zentrum hinter den Spitzen aber die Versetzung auf die Außenposition macht ihm nicht so viel aus: „Bei uns gibt es ja keine statischen Positionen“. Die Handschrift des  holländischen Trainers Alfred Schreuder.

Baumgartner (Bild oben) ist auf den Geschmack gekommen. Und setzte sich zu Jahresbeginn gleich ein hohes Ziel: Nämlich mit Österreich zur Europameisterschaft zu fahren. Das verbindet die Drei aus Hoffenheim. Vermessen bei Baumgartner nach erst 14 Spielen in der U21, in der  er letzten Juni bei der Europameisterscaft in Udine auch als Pechvogel durch einen vergebenen Elfmeter beim 1:3 gegen Dänemark, als es noch 1:1 stand, auffällig wurde? „Man muss sich die Latte immer hoch legen, um voran zu kommen“, meinte Baumgartner, „ich war zuletzt immer auf Abruf. Da ist es ja nicht ganz vermessen, die Chance zu sehen bald in den Kader zu kommen und zu debütieren!“ Cooler und ruhiger vor dem Tor müsse er werden, Auch cleverer in den Zweikämpfen, worunter er versteht: Nicht zu früh in die Sllding tacklings gehen, sondern lieber den Körper dazwischen stellen Er weiß, dass Florian Grillitsch und Stefan Posch die besseren Karten haben. Wegen mehr Spielen in der Bundesliga und im Teamdress, Posch mag dazu etwas Kredit aus der Qualifikation durch seine starke Leistung beim 0:0 gegen Polen in Warschau und sein Goldtor per Kopf zum 1:0 gegen Slowenien in Laibach haben: „Wenn ich daheim bleiben muss, dann soll es nicht an mir gelegen haben, weil ich zuwenig für dieses ziel investierte. Sondern an der Konkurrenz, die vielleicht mehr Qualitäten hat!“ Baumgartner scheint zu wissen, was er will.

Den Kontakt mit dem anderen Niederösterreicher (Grillitsch) und dem Steirer (Posch) möchte Baumgartner nicht missen: „Es tut mir gut, das Gefühl von Heimat um mich  herum zu haben!“ Auch Sonntag beim Spiel in Bremen gegen Werder, wo Hoffenheim seit fünf Spielen unbesiegt ist. Beim 3:2 im Heimspiel durfte Baumgartner beginnen. Jetzt beseht die Hoffnung, dass es auch auswärts so ist. Platz acht hinter Freiburg und vier Zähler Rückstand auf die Europacupplätze sind nicht das, was Baumgartner und seine Nebenspieler wollen: „Wir lassen daheim viel zu viele Punkte liegen, das ist unser Problem. Wir bräuchten jetzt eine Serie.“ Das könnte auch seinen Sprung in den Kader von Franco Foda möglich machen. Die Bundesliga geht schon Freitag weiter, wenn Borussia Dortmund den 1.FC Köln empfängt Und alle fragen sich, ob Dortmunds Schweizer Trainer Lucien Favre Ex-Salzburg-Goalgetter Erling Haaland nach seinem Supereinstand als Joker beim 5:3 in Augsburg mit drei Toren in 20 Minuten erstmals beginnen lässt. Favre sagt nur, dass die Möglichkeit besteht, aber nicht, wie groß sie ist.

Foto: TSG Hoffenheim Media .

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