Fußball

So wie bei Struber: Wolfsberg wird es auch ohne Sollbauer weiter geben! Hat Nachfolger eine Rapid-Vergangenheit?

Vierter Abgang beim Wolfsberger AC innerhalb von zwei Monaten: Den Anfang machte im November Trainer Gerhard Struber durch seinen  Vertragsausstieg zu Barnsley in die zweite Liga Englands, die  Championship. Im Jänner beorderte Meister Red Bull Salzburg den Leihstürmer Anderson Niangbo aus dem Lavanttal zur+ck, um ihn um mehr als drei Millionen Euro nach Belgien zu Gent zu verkaufen. Dann folgte Mittelfeldspieler Manfred Ritzmaier seinem Ex-Trainer zu Barnsley, machte von einer Ausstiegsklausel Gebrauch. Der dritte im Barnsley-Dress mit Wolfsburger Vergangenheit wird Michael Sollbauer sein. Der 29 jährige Kapitän flog Donnerstag vom Wolfsberger Trainingslager in der Türkei nach Manchester zum neuen Arbeitgeber. Mittwoch Abend hatten sich die Klubs geeinigt. Für Sollbauer gilt änliches, was Wolfsbergs Präsident bereits Ende November beim  Abgang von Struber gesagt hatte: „Wolfsberg wird es auch ohne ihn weiter geben!“ Der Vertrag des Inennverteidigers mit der Rückennummer 26 (Bild oben beim Jubel mit Shon Weissman) wäre im Sommer ausgelaufen, jetzt gibt es noch eine sechsstellige Ablöse für ihn: „Es ist immer gut, die Kassa aufzubessern“, meinte Riegler vielsagend. Das meiste Geld bekam er mit knapp unter einer Million  allerdings für Struber, der noch am 16. Jänner in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ versichert hatte, Sollbauer sei für ihn kein Thema. So viel zum Thema Glaubwürdigkeit. Ob wirklich erst die letzten zwei Niederlagen gegen Bristol (0:1) und Preston (0:3) das Thema Sollbauer aktuell machten?

Er verhielt sich jedenfalls mit seinem Berater  Reza Mostafaie hochprofessionell, drohte nicht mit Streik, um die Freigabe zu erpressen, sondern bat  den Vertrag aufzulösen. Bei dreitägigen Gesprächen in Kärnten klopfte der Berater  Riegler sozusagen weich – so schaffte der solide  Sollbauer nach neuneinhalb Jahren bei Wolfsberg mit 310 Pflichtspielen, davon 228 in der Bundesliga, den Absprung. In den Abstiegskampf der englischen Chamionship. Wenn´s dabei ein Happy End gibt, könnte es problematisch werden. Aber noch gibt es in Wolfsberg das Thema Shon Weissman. Kaum zu glauben, dass die Berater des israelischen Torjägers von der englischen Spitzenagentur Stellar bisher keinen Verein auf der Insel fanden, der die von Riegler geforderten fünf Millionen Euro für die Nummer eins der Schützenliste der Bundesliga zu zahlen bereit ist. Ein „Überfall“ in den letzten Tagen der am 31. Jänner  endenden  Transferzeit ist nicht auszuschließen. Aber schon jetzt läuft die Suche nach Alternativen. für den neuen Trainer Ferdinand Feldhofer, der nicht zu beneiden ist.

Statt Niangbo könnte es ein Stürmer aus Senegal werden, der schon in Österreich gespielt hatte. Cheikhou Dieng, beraten von der „More than Sports“-Agentur von Frank Schreier, hatte im Frühjahr  2016 bei St.Pölten seine beste Zeit. So gut war er danach weder bei Basaksehir Istanbul, Spartak Subotica in Serbien, 2018/19 bei Wacker Innsbruck und Ankaragücü. Der Vertrag mit Wolfsbergs Europa League.Bezwinger Basaksehir endete letzten Sommer, wurde nicht verlängert. Also wäre Dieng ohne Ablöse zu haben. Sollbauers Nachfolger im Abwehrzentrum? Da der im letzten Winter vom deutschen Zweitligist Bochum gekommene Dominik Baumgartner, der  drei Jahre ältere Bruder des Hoffenheim-Legionärs, wieder einmal verlezt ist, kommt ein Neuer. Eine ausländische Lösung zu finden scheint nach letztem Stand einfacher zu sein als eine am österreichischen Markt. Ein Kandidat hat  Rapid-Vergangenheit: Osarenren Okungbowa, der nigerianische Wurzeln hat, 2016 in der Bundesliga unter Damir Canadi debütierte, den aber zuvor und danach das Verletzunsgpech nicht los ließ. Jetzt hat der 25 jährige das distanziert, spielte im Herbst in Wien beim Zweitligisten Floridsdorfer AC in 15 Pflichtspielen meist auffällig gut. Sowohl im Abwehrzentrum als auch im zentralen defensiven Mittelfeld. Mit 1,89 Metern ist er  zwei Zentimeter größer als Sollbauer. Bereits fix ist, dass der 21 jährige Linksverteidiger Anders Andrade auf Leihbasis vom LASK nach Wolfsberg wechselt. Der Legionär aus Panama spielte im Herbst 13 mal bei den Oberösterreich Juniors in der zweiten Liga, kam auf je drei Tore und Assists, durfte einmal in der Bundesliga beim LASK ran.

Der Vizemeister verkleinerte seinen Kader gleich zweimal, ohne sich den Kopf über Alternativen zu zerbrechen:  Der nigerianische Stürmer Yusuf Otubanjo, eigentlich nur die Nummer sieben  in der Hierarchie der Offensivkräfte hinter Thomas Goiginger, dem Brasilianer Klauss, Mario Raguz, Dominik Frieser, Samuel Tetteh und Thomas Sabitzer, durfte auf eigenen Wunsch nach Armenien zu Meister FC Ararat Armenie wechseln.

Foto: RZPelletsWAC.

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