Fußball

Die Prognose von Peter Stöger: „Rapid wird Tabellenführer!“

Zum vierten und vorerst letzten Mal muss Rapid Sonntag im Kampf um Platz eins auf seine Fantribüne verzichten. Bisher erwies sich das nicht als Nachteil: Vor 14.170 Zuschauern im Grunddurchgang 1:0 gegen Red Bull Salzburg, in der Meistergruppe vor 13.591 Fans 4:2 gegen den LASK. Schon davor boykottierte die Fanszene nach dem 0:2 gegen Austria das 2:0 gegen Wolfsberg. Wenn aller guten Dinge vier sind, dann ist Rapid am Ostersonntag gegen 19 Uhr Tabellenführer. Das war Rapid nach 25 Runden zuletzt am 2. März 2016 unter Trainer Zoran Barisic. Nach einem 3:0-Heimsieg gegen Mattersburg führte Rapid mit zwei Punkten Vorsprung auf Red Bull Salzburg. In der nächsten Runde ging durch das 0:0 in Altach Platz eins verloren, dann begann mit dem bitteren 0:4 gegen Admira im Happel-Stadion, wo Rapid damals die Heimspiele austrug, da das neue Stadion in Hütteldorf noch im Bau war, das miese Finish. An Admira war Rapid zuvor auch im Cupviertelfinale gescheitert. Am Ende der Saison  belegte Rapid neun Punkte hinter Salzburg Platz zwei.

Auch heuer verlor Rapid im Cupviertelfinale. Im ersten Spiel unter Trainer Hoff Thorup 0:3 in Ried. Gelingt jetzt der Sprung auf Platz eins? „Das zählt erst am Ende der Saison“, meinte der Däne gelassen und kündigte selbstbeuwsst an: „Wir haben genug Energie für den Rest der Saison!“ Zu denen, die prophezeien, dass Rapid Sonntag Tabellenführer sein wird, gehört auch Ex-Rapid-Trainer Peter Stöger: „Sie haben ja sogar mit mir in dieser Saison zweimal den Meister bezwungen“, meinte er etwas sarkastisch Samstagabend bei seinem Comeback als Experte im „Sky“-Studio. Und etwas ernster: „Jetzt ist Rapid wieder so stabil wie zu Beginn der Saison, außerdem fällt bei Sturm Otar Kiteihsvili aus!“

Gegen die Stöger-Prognose spricht der Schiedsrichter. Der Salzburger Sebastian Gishamer pfiff seit Rapids 1:5 in Wolfsberg am letzten Ostersonntag, das er durch eine falsche rote Karte gegen Rapids Tormann Niklas Hedl, der auch gar nicht gesperrt wurde, beeinflusste, nur noch einmal bei Grün-Weiß. Das war am 6. Dezember, als Rapid gegen Ried eine 1:2-Heimniederlage bezog. Damals war Stööer nicht mehr Rapid-Trainer. Die Sturm-Fans hoffen, dass Kiteishvilis 23 jährigen Landsmann Gizo Mamageishvili die große Stunde schlägt. Er spielte zuletzt im georgischen Team zweimal durch. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch erwartet nach den letzten fünf Spielen ohne Niederlage ein Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden: „Unser Ziel ist klar – wir wollen Rapid in dieser Meistergruppe die erste Niederlage zufügen!“

In der Qualifikationsgruppe gab es am Samstag zwei Heimsiege. Der GAK stieß vor 7000 Zuschauern durch das 2:1 (1:1) gegen Blau-Weiß Linz auf Platz zwei hinter Ried vor, überholte Cupfinalist Altach. Ein von Blau-Weiß-Kapitän Manuel Maranda abgefälschter Schuss von Ramiz Harakate brachte in der 79. Minute die Entscheidung. Der GAK hat jetzt neun Punkte mehr als das Linzer Schlußlicht. WSG Tirol liegt nach dem 3:1 (0:1) gegen Wolfsberg gleichauf mit Altach, acht Punkte vor Blau-Weiß. Wolfsberg ging zwar nach neun Minuten durch Jessic Ngankam in Führung, bezog trotzdem aber die achte Auswärtsniederlage hintereinander. Nach der Pause drehten Tirols Kapitän Valentino Müller mit einem verwandelten Elfmeter, Ademola Ola-Adewumi per Kopf und in der Nachspielzeit die Austria-Leihgabe Moritz Wels das Spiel. Die Entscheidung über den Absteiger wird wohl in den zwei ausstehenden direkten Duellen zwischen Wolfsberg und Blau-Weiß Linz fallen. Noch hat Wolfsberg vier Punkte mehr.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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