Fußball

Die wahre WM-Eröffnung erst mit Ronaldo: „Ich sehe keinen, der besser ist als ich“

Für viele steigt die wahre Eröffnung der Weltmeisterschaft erst Freitag Abend in Sotschi. Wenn Europameister Portugal und Cristiano Ronaldo auf Spanien trifft. Und dabeigibt´s vielleicht die erste Antwort auf die Frage: Wer wird der König dieser WM? Wird es Ronaldo oder Lionel Messi, wird es der Brasilianer Neymar, der deutsche Mittelfeldstar Toni Kroos, Spaniens Kapitän Sergio Ramos oder Frankreichs Himmelstürmer Kylian Mbappe? Allen traut man zu, ihr Land zum WM-Titel zu führen. Bei den FIFA-Quoten für den Torschützenkönig der WM  liegen Messi und Ronaldo, mit der Quote 9,00 gleichauf vor Neymar. Der beste Spanier, Torjäger Diego Costa, hat die Quote 30,00.

Die Weltmeisterschaft ist so ziemlich das einzige, das Ronaldo bisher nicht gewann. Fünfmal Sieger in der Champions League, fünfmal Auszeichnung zum Weltfußballer, Sieger in der Klub-WM, Europameister. Aber die WM ist für den 33jährigen mit seinem 120 Millionen-Marktwert ein unbewältigtes Kapitel: Platz vier vor zwölf Jahren in Deutschland war das höchste der Gefühle. 2010 in Südafrika am späteren Weltmeister Sanien im Achtelfinale mit 0:1 gescheitert, 2014 in Brasilien nach der Vorrunde blamabel ausgeschieden Das 0:4 zum Start gegen Deutschland war für den stolzen Ronaldo  fast genauso schlimm wie für die Brasilianer später das 1:7 im Semifinale. Was ist bei seiner vermutlich letzten Weltmeisterschaft drinnen? „Wir werden bereit sein, müssen mit beiden Beinen am Boden und  bescheiden bleiben“ meint er. In Bezug auf sich selbst, ist er das weiterhin nicht: „Ich sehe keinen, der besser ist als ich. Niemanden, der das kann, was ich kann. Es gibt keinen kompletteren Spieler als mich, ich bin der beste der Geschichte.“ An seiner Meinung vom letzten Dezember nach der  Auszeichnungen zum Weltfußballer hat sich nichts geändert. Er trifft in Sotschi auf einige Mitspieler von Real Madrid, wo er ja kpnftig einige Millionen mehr als 21 pro Saison verdienen will. Sicher auf Ramos, möglicherweise auch auf Nacho oder Lucas Vazquez oder Marco Asensio oder Isco.

Fakt bleibt: Portugal ist vom Weltstar, der Spiele alleine entscheiden kann, vom Rekordschützen mit 83 Länderspieltoren abhängig. 15 Tore erzielte er in der erfolgreichen Qualifikation, mit Milans Andre Silva hat er einen starken Partner, mit Bernardo Silva von Manchester City einen, der über außen gute Vorlagen liefern kann. Das Problem der Portugiesen. Die Oldies in der Abwehr mit einer 101jährigen Dreierkette, mit Eliseu von Benfica Lissabon, dem ehemaligen Marko Arnautovic-Mitspieler bei West Ham,  Jose Fonte, der inzwischen in China bei Dalian Yifang viele Dollars kassiert, und Pepe. Trainer Fernando Santos wird bei seinem pragmatischen, defensiven Stil, der Portugal zum Europameister machte, bleiben.

Spanien? Da ist die Frage, wie der WM-Geheimtipp die Aufregungen um den Teamchefwechsel, der Dienstag gegen den Willen einiger Stars erfolgte, verkraftete.Alle würden Andres Iniesta den Höhepunkt einer ohnehin schon perfekten Karriere vergönnen, seinen zweiten WM-Titel. Acht Jahre ist es her, seit er Spanien im Finale von Johannesburg gegen Holland nach 116 Minuten zum 1:0 und den bisher einzigen WM-Titel verhalf. Davor und danach war er maßgeblich an zwei EM-Titeln beteiligt Es soll ein großer Abschied von der internationalen Bühne nach den Enttäuschungen bei der WM 2014 (ausgeschieden nach Gruppenphase) und bei der EM 2016 (im Achtelfinale an Italien gescheitert) sein. Zuletzt spielte der 34jährige Iniesta fast in der Form seines Lebens. Nach der WM lässt er die Karriere in Japan bei Vissel Kobe ausklingen.

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