Fußball

Die zweite Liga hat bis Montag Bedenkzeit

Nach der Pressekonferenz mit Gesundheitsminister und Vizekanzler stand das Thema zweite Liga bei Vorstand Christian Ebenbauer auf der Tagesordnung. Zum befürchteten schlimmen Signal, dass am Tag des grünen Lichts für die Bundesliga durch die Politik. das Ebenbauer optimistischer als bisher stimmte, die zweite Liga bis in den Juli hinein zu Ende spielen zu können, die Mehrheit der 16 Klubs den Abbruch der Saison beschließt, kam es nicht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Arbeitssitzung vom Dienstag, die eigentlich gar nicht richtig begann, wird Montag fortgesetzt. Bis dahin haben die neun Befürworter des Abbruchs Bedenkzeit, ob sie dafür sorgen wollen, dass es die zweite Liga in dieser Form nach zwei Saisonen höchstwahrscheinlich nicht mehr geben wird. Wer glaubt, dass im Herbst alles besser sein würde, der irrt gewaltig.

Tabellenführer  Ried und der Zweite Austria Klagenfurt haben am grünen Rasen schon gegeneinander gekämpft (Bild oben). In Ried gewannen die Kärntner letzten August 3:1, im Februar endete das Duell in Klagenfurt 1:1. Jetzt sind sie Partner, in den letzten elf Runden den Kampf um den Aufstieg sportlich zu entscheiden. Aber sie haben noch zu wenig „Komplizen“ zu wenig. Zu Wacker Innsbruck, Liefering, den Violett Juniors, Horn und Kapfenberg müsste noch einer stoßen, damit es 8:8 steht. Wenn zwei ihre Meinung ändern, hätten die Befürworter des Weiterspielens die Mehrheit. Aber wer überlegt es sich anders? Die Tatsache, dass ein Quarantäne-Trainingslager vor dem Neustart nicht notwendig sein werde, erhöht die Chancen. Anderseits vertreten viele die Meinung, dass  die Quarantäne-Vorschriften anders als für die Bundesliga nicht umzusetzen wären. Abwarten. Zur Wahl stehen Cupfinalist Austria Lustenau, Dornbirn, die Oberösterreich Juniors, sprich der LASK, bei dem Vizepräsident Jürgen Werner Dienstag bereits davon ausging, dass es auch mit der zweiten Liga „etwas wird“, Blau Weiß Linz, Vorwärts Steyr, Amstetten, der GAK, Lafnitz und aus Wien der Floridsdorfer AC. Bei der Gründung wurde die 16 er Liga noch als „Mischliga“ mit Halb-Profis und Amateuren bejubelt. In Wahrheit hat sich schon vor Corona angedeutet, dass sie als Unterbau einer Zwölferliga zu groß ist. Aber die Präsidenten der Landesverbände hatten ja bei der „Reform“ 2017 darauf bestanden, dass die drei Regionalligameister direkt aufsteigen müssen. Für einige erwies sich das als eine Nummer zu groß. Inzwischen ist die zweite Liga mehrheitlich fast eine Amateurliga, die in ganz Österreich spielt.

Und daher werden von den derzeit 16 Vereinen im Prinzip nicht mehr als zehn übrig bleiben, die sich eine zweite Liga leisten können. Die Hälfte davon in Verbindung mit Bundesligisten. Wie Liefering, die Oberösterreich Juniors, die Young Violets und dazu die zweiten Mannschaften von Rapid und Sturm Graz, die vor Corona bereits um die Spielberechtigung für die zweite Liga  2020/21 ansuchten. Dann blieben nach derzeitigem Stand Ried, Austria Klagenfurt, Wacker Innsbruck dank des neuen deutschen Partners aus den Besitzern des Otto-Versands, vielleicht Austria Lustenau und sogar Lafnitz. Austria Lustenau deshalb nur vielleicht, weil die Vorarlberger trotz Cupfinale derzeit von Bundesligaansprüchen weit entfernt sind, mitunter nicht einmal einen Physio zur Verfügung haben. Bei Lafnitz steckt hinter dem Ruf nach Abbruch weniger die finanzielle Not als die Überzeugung von Obmann Bernhard Loidl, dass er es einfach nicht vertreten kann, die Fussballer voll zu finanzieren, wenn er die Abeiter seines Unternehmens in Kurzarbeit geschickt hat.

Eigentlich könnte nach der neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums auch alle Zweitligisten Freitag mit dem Mannschaftstraining beginnen. Das wäre für die 15, die bisher noch nicht einmal in kleinen Gruppen auf den Rasen durften, ein gewaltiger Schritt vorwärts. Voraussetzung dafür: Der Corona-Test für alle Spieler und Betreuer. Montag Abend wird man wissen, ob es dazu kommt. Sicher nur bei Lustenau wegen des Cupfinales gegen Red Bull Salzburg am 30.Mai in Klagenfurt.

Foto: SV Ried.

2

Meist gelesen

20160911_173034

20160911_173034


Wer mich seit 1983 in der "Krone", der auflagenstärksten Zeitung Österreichs gelesen hat und mich seit 1. August 2016 dort im Sportteil vermisst, dem kann hier geholfen werden!
VIEL SPASS 

Copyright © 2019 Peterlinden.live | made with love by Combastic & Partners

Nach oben

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen