Fußball

Die zweite Liga im Visier der Gewerkschaft! Millionenhilfe für ÖFB

In Deutschland entschied sich die dritte Liga mehrheitlich, die Saison mit Geisterspielen fortzusetzen, in Österreichs zweiter Liga stimmten neun der sechzehn Vereine letzten Freitag für den Abbruch. Fairerweise muss man einräumen, dass die deutsche Entscheidung durch eine „Subvention“ der Fußball-Liga über 7,5 Millionen Euro für die Drittligisten stark beeinflusst wurde. Die machten die vier Champions League-Teilnehmer Bayern München,Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen durch eine „Spende“ von jeweils fünf Millionen, gesamt 20, an den Solidarfonds der Liga möglich.

Eine Unterstützung  dieser Art gibt es in Österreich nicht. Trotzdem nimmt die Spielergewerkschaft VdF mit ihrem Vorsitzenden Gernot Zirngast seit letzter Woche regelmäßig die Sechzehnerliga ins Visier, sorgt für Druck. Zunächst ein offenen Brief an Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler. Sportminister Werner Kogler und die Liga, mit der Aufforderung, nicht nur für Cupfinalist Austria Lustenau, sondern alle Klubs ein Training in kleinen Gruppen wie in der Bundesliga zu ermöglichen. Dann Kritik an Kogler wegen dessen Äußerung im ORF, nur zwei Zweitligisten wollten in Wahrheit weiter spielen und einen Tag später  die Warnung an die neun Vereine (Austria Lustenau, Dornbirn, Blau Weiß Linz, Oberösterreich Juniors, Amstetten, Vorwärts Steyr, der GAK, Lafnitz und der Floridsdorfer AC), die mit einem Schnellschuss ihren Spielbetrieb eigentlich ab sofort einstellen wollen. Dann würden sie auch das Anrecht auf staatliche Unterstützung aus dem Kurzarbeit-Modell verlieren, folgerte Zirngast nicht zu Unrecht. Und stellte fest, man müsse über die Fortsetzung des Kurzarbeit über den 31. Mai hinaus ohnehin erst verhandeln. Behauptete, seiner Meinung nach  wäre es garantiert sinnvoller, würde die Politik die Fortsetzung der zweiten Liga, die bis Ende Juli spielen könnte, finanziell unterstützen als in der Folge für Kurzarbeit oder Arbeitslosenunterstützung zur Kassa gebeten zu werden.

Da die Spieler von 13 Klubs in einer Umfrage der Gewerkschaft sowohl erklärten, weiter spielen zu wollen als auch bereit zu sein, auf einen Teil der Gehälter zu verzichten, müssten sie nach Ansicht von Zirngast daher das Recht haben, bei einem Abbruch vor den letzten elf Runden bei den Klubs, die dies durchsetzten, aus dem Vertrag austreten zu können und danach ohne Ablöse frei zu sein.  Es werden also noch die Köpfe gehörig rauchen, bevor der nächste Bundesligagipfel am 7. Mai entscheidet,wie es mit der zweiten Liga weiter geht.

Finanzielle Unterstützung gibt es für die nationalen Verbände. Nach dem Weltverband FIFA auch durch die europäische Fußballunion UEFA. Die schüttet 240 Millionen Euro aus einem „Hat-Trick“-Hilfsprogramm aus zur Bewältigung der Folgen von Covid 19 aus.  Macht für jeden der 55 europäischen Verbände, also auch für den ÖFB bis zu 4,3 Millionen für den Rest dieser Saison und die nächste. Über die Verwendung können die Verbände selbst entscheiden.

Foto: Bundesliga.

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