Fußball

Ein Fehler zu viel von Hartberg! LASK gegen Dunajska Streda

Hartbergs Träume  von der Gruppenphase in der Europa League überlebten das  erste Europacupspiel der Klugeschichte leider nicht. Aber für ihren ersten internationalen Auftritt müssen sich die Steirer  wirklich nicht genieren. Sie holten bei Piast Gliwice zweimal einen Rückstand auf, begingen aber in der Defensive einen Fehler zu viel. So entstand das ärgerliche 2:3 (1:1), bei dem die Mannschaft von Markus Schopp ihre Stärken wie Kampfgeist, Laufbereitschaft doch zur Geltung brachte. Nur in der Defensive fehlte es an Konsequenz, das wurden den Steirern dann auch zum Verhängnis.

Vor allem Innenverteidiger Felix Luckeneder erwischte nicht seinen besten Tag. Vor der Führung der Polen, deren Trainer Waldemar Fornalik nach einem positiven Corona-Test fehlte, ließ er sich zu leicht ausspielen, eine schlechte Kopfabwehr von ihm ermöglichte in der zweiten Hälfte das zweite Tor für Gliwice. Vor der Pause glich Tobias Kainz mit einem nicht ganz unhaltbaren 20 Meter-Schuss aus, eine Viertelstunde vor Schluss Lukas Ried mit dem schönsten Tor des Spiels. zum 2:2. Im Stil eines Klassenstürmers holte er einen hohen Ball im Strafraum mit rechts herunter, legte ihn dann mit links nochmals auf den rechten Fuß, hämmerte ihn dann wuchtig ins kurze Eck. Aber das reichte nicht. Weil der nach 70 Minuten eingewechselte polnische Joker Michael Zyro, der zwei Jahre in England bei Wolverhampton und Charlton gespielt hatte, sozusagen im englischen Stil fünf Minuten vor Schluss Hartberg aus der Qualifikation warf. Er war bei einer Flanke der König der Lüfte. Keiner konnte seinen Kopfball, der genau ins Eck ging, verhindern. Zu einer Ausgleichschance kam Hartberg nicht mehr.

Somit ist Österreich nächsten Donnerstag in der dritten Runde nur durch den LASK vertreten. Der empfängt im Linzer Stadion Dunajska Streda aus der Slowakei. Die Legionärstruppe, gesponsert vom ungarischen Treibstoffunternehmen Mol, bezwang den tschechischen Klub Jablonec nach Verlängerung 5:3 (3:3, 1:1), ist nicht zu unterschätzen.  Der Kroate Maio Divkovic erzielte das 1:0 und 2:2, Ion  Nicolaescu, ein Mittelstürmer aus Moldawien glich in der 85.Minute zum 3:3 aus, sorgte in der vierten Minute der Verlängerung für das 4:3, ehe noch Panama-Legionär Eric Davies zum 5:3 traf. Trainer der Multi-Kulti-Truppe ist der ehemalige ungarische Teamchef aus Deutschland, Bernd Storck, 2016 bei der Europameisterschaft 2:0-Sieger über Österreich in Bordeaux.

Geschafft hat in Albaniens  Hauptstadt Tirana  Ex-LASK-Trainer Oliver Glasner den Aufstieg in die dritte Runde. Mit Landsmann Xaver Schlager im Mittelfeld gelang gegen Kukesi, den früheren Klub von Rapids letztem Meistertrainer Peter Pacult, ein problemloses 4:0 (2:0). Nächsten Donnerstag empfängt Wolfsburg Desna Chernigov aus der Ukraine. Österreichs Teamkeeper Heinz Lindner saß bei Basels 2:1 (0:0) beim kroatischen Dritten Osijek und dem Widersehen mit Nenad Bjelica, einem seiner Trainer bei Austria, auf der Bank. Die Begründung von Basels neuem Trainer Ciriaco Sforza für Lindners Reservistenrolle: „Wir haben ihn nur als zweiten Tormann geholt!“ Basel empfängt nun Anorthosis Famagusta aus Zypern.

Foto: TSV Hartberg.

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