Ein Schwede, der zuletzt in Japan spielte, ist die zwölfte Neuerwerbung für die „Wikinger“ aus Ried. Der 34-jährige Stürmer Isaac Thelin, sechs Jahre jünger als Sportchef Lukas Brandl (Bild), ist der achte neue Legionär im Innviertel. Darunter ist auch mit Innenverteidiger Samuel Chukwudi der erste von den Färöer-Inseln, der in der Bundesliga spielt. Thelin ist nach dem Südafrikaner Jaedin Rhodes, dem Dänen Tobias Jensen, dem Kroaten Tino Kusanovic und Mali-Legionär Pape Sissoko der fünfte neue Stürmer, der engagiert wurde. Insgesamt verpflichtete Ried, nach fünf Runden mit je einem Sieg und Unentschieden sowie drei Niederlagen auf Rang neun, mehr als eine komplette Mannschaft! Mehr als bemerkenswert.
Ried wird der zwölfte Klub in der Karriere von Thelin, der damit im achten Land spielen wird. Zuvor in seiner Heimat Schweden (bei Karlslunds, Norrköping, Malmö), in Frankreich (Girondins Bordeaux), Belgien (Anderlecht, Beveren), Deutschland (Leverkusen), der Türkei (Kasimpasa Istanbul), in Abu Dhabi (Baniques) und letzte Saison in Japan bei den Urawa Red Diamonds. Fünf Tore und ein Assist bei 21 Einsätzen lassen vermuten, dass Thelin im Herbst seiner Karriere ist. Im Zenit war er wahrscheinlich bereits vor acht Jahren bei der WM in Russland. Dort absolvierte er vier seiner 33 Länderspiele. Er gehörte zum schwedischen Team, das unter Janne Andersen überraschend bis ins Viertelfinale aufstieg. Thelin kam viermal als Joker zum Einsatz, spielte insgesamt 44 Minuten. In Ried will er den jungen Spielern helfen, zu wachsen.
Freitagabend wird Thelin daheim gegen den Tabellenzweiten Red Bull Salzburg noch kein Thema sein. Ried blieb in den letzten 13 Duellen gegen Salzburg sieglos, holte zum letzten Mal vor zehneinhalb Jahren gegen die „Bullen“ drei Punkte. Im Februar 2016 gelang daheim ein 1:0. Derzeit hat Salzburg gegen Ried die längste Erfolgsserie gegen Bundesligisten. Die Torbilanz aus diesen 13 Duellen lautet 38:10. Trainer Dany Röhl, unter dem Salzburg noch kein Pflichtspiel verlor, warnte trotzdem: „Ried kann gerade zu Hause durch Intensität, Zweikampfstärke und Emotionen sehr unangenehm sein! Wir müssen klar, wach und konsequent auftreten!“
Foto: SV Ried/Stuber.