Fußball

Einstand nach Maß für Bachmann! Frieser machte Schopp froh

Geglücktes Debüt für Österreichs Teamtormann Daniel Bachmann mit Watford in der Premier League, ein Einstand nach Maß, auch wenn er sicher lieber „zu null“ gespielt hätte: 20.000 Zuschauer im Stadion an der Vicarage Road jubelten über ein 3:2 (2:0) des Aufsteigers gegen Großeinkäufer Aston Villa nach einer 3:0-Führung. Bachmann hatte nicht viele Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Der erste Spieler, der ihn in der Premier League bezwang, war Schottlands Teamspieler  John McGinn nach 70 Minuten. McGinn hatte im März bei der  WM-Qualifikation gegen Österreich im Glasgower Hampden-Park mit einem Seitfallzieher den Ausgleich zum 2:2 erzielt. Damals saß Bachmann noch auf der Tribüne, spielte Alexander Schlager im Tor. Das erste Watford-Tor nach zehn Minuten ging auf der Konto des Nigerianers Emmanuel Dennis, der letzte Saison beim 1. FC Köln noch als Problemkind galt, nicht zum Zug kam. Das zweite Aston Villa-Tor fiel durch einen Elfmeter, den der aus Southampton gekommene Danny Ings in letzter Minute verwandelte.

Dessen Nachfolger bei den „Saints“, der erst Dienstag verpflichtete Adam Armstrong, brachte Southampton im Goodison-Park von Liverpool gegen Everton nach 22 Minuten die Führung. Das 1:0 hielt bis zur 47. Minute, bis zur 76. Minute stand es 1:1, dann wurde die Startniederlage perfekt. Sehr zur Enttäuschung von Trainer Ralph Hasenhüttl: „Wir konnten unser gutes Niveau der ersten Hälfte nicht mehr halten, das gibt zu denken!“ Er ließ erfahrene Spieler wie den Polen Jan Bednarek oder den Schotten Stuart Armstrong auf der Bank, setzte im Abwehrzentrum den von Chelsea gekommenen  18 jährigen Toni Livramento ein, mit dem er zufrieden war. Freitag machte Hasenhüttl noch etwas für Southamptons Kassa: Er ließ den dänischen Teamspieler Yannick Vestergaard für17,5  Millionen Euro zu Leicester ziehen. Der Innenverteidiger  ging in sein letztes Vertragsjahr, wollte nicht verlängern – also machte Hasenhüttl mit ihm Kassa. Die Verkäufe von Ings und Vestergaard brachten zusammen 52,2 Millionen Euro.  Erster Tabellenführer in der Premier League ist Manchester United nach dem 5:1 gegen Leeds mit drei Toren des Portugiesen Bruno Fernandes. Chelsea (daheim gegen Crystal Palace) und Liverpool (beim Aufsteiger Norwich) siegten jeweils 3:0.

Eine Klasse tiefer in der Championship gab es Österreicher-Jubel in Barnsley. Da half ein Steirer dem anderen: Dominik Frieser (Bild oben), vor einem Jahr vom LASK zu Barnsley gewechselt, erzielt knapp vor der Pause das Goldtor zum 1:0 (0:0) gegen Coventry, verschaffte damit seinem Trainer Markus Schopp ein erfolgreiches Heimdebüt im Oakland-Stadium.  Der 27 jährige Frieser wird bei Barnsley „Iceman“ genannt, weil ihn nicht so schnell aus der Ruhe bringt. Beim Sieg war auch Glück dabei: Coventry vergab in letzter Minute einen Elfmeter. Somit ist Barnsley nach zwei Runden ungeschlagen, was  etwas unerwartet kam. 1:1 in Cardiff, 1:0 gegen Coventry  – zwei Tore brachten vier Punkte. Mehr hat auch Schopps Vorgänger in Barnsley, Ex-LASK-Trainer Valerien Ismael, mit  Aufstiegsfavorit Westbromwich nicht.

Foto: FC Barnsley.

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