Fußball

Nur drei österreichische Sieger: Hinteregger von Haaland überrollt

22 Tore in den ersten sieben Spielen der deutschen Bundesliga. Die meisten, nämlich sieben, fielen in Dortmund. Wo 25.000 begeisterte Fans „you never walk alone“ sangen, als die Borussia Eintracht Frankfurt mit 5:2 (3:1) abfertigte. Das 13. Trainerduell zwischen Marco Rose und Oliver Glasner (acht in Österreich bei Red Bull Salzburg-LASK, vier bei Mönchengladbach-Wolfsburg) stand eindeutig im Zeichen von Erling Haaland. Der Norweger überrollte alles, auch die Österreicher  Martin Hinteregger und Stefan Ilsanker in Frankfurts Abwehrzentrum. An allen fünf Treffern war der Ex-Salzburg-Torjäger beteiligt: Assist zum 1:0, 2:1 und 4:1, das 3:1 und 5:1 selbst erzielt. Das 3:1 durch ein Missverständnis zwischen Ilsanker und Hinteregger. Ilsanker schaute Hinteregger an und umgekehrt, Ilsanker zögerte mit dem Eingreifen. Als er sich dazu entschloss, war Haaland schon am Ball und zog weg und traf. Zur Pause zog Glasner die Konsequenzen, ließ Ilsanker in der Kabine: „Wir waren nicht in der Verfassung, Eintracht Paroli zu bieten. Wir haben drei Dortmund-Tore durch unsere individuellen Fehler, sprich Ballverluste eingleitet. Erst nach der Pause lief es besser“. Schwere Zeiten zum Auftakt für Glasner. Nach der Pokal-Pleite gegen Waldhof Mannheim nun die Abfuhr in Dortmund: „Hier werden noch viele verlieren“, tröstete sich Glasner nach seiner fünften Niederlage im fünften Spiel gegen Dortmund, Rose fand, dass es für ihn seinem ersten Bundesligaspiel als Dortmund-Trainer ganz gut gelaufen sei.

Das konnten auch Christoph Baumgartner und Stefan Posch nach dem 4:0 (1:0) von Hoffenheim in Augsburg mit Fug und Recht behaupten, bei dem Florian Grillitsch mit einer Addukorenverletzung fehlte. Ein bitterer Nachmittag war es hingegen für Michael Gregoritsch: In der 64. Minute bei 0:1 von Augsburg-Trainer Markus Weinzierl eingewechselt, am Ende stand das Debakel. Die letzten drei Treffer erzielte Hoffenheim in den letzten elf Minuten. Baumgartner und Posch waren zwei österreichische Sieger, der dritte hieß Xaver Schlager. Der beim 1:0 (1:0) von Wolfsberg gegen Bochum wie gewohnt einige Akzente setzte. Bochum spielt ab der vierten Minute mit zehn Mann. Für das hielt sich der Aufsteiger gut, Nicht mehr bei Wolfsburg ist Ex-LASK-Legionär Joao Victor: Der brasilianische Stürmer wechselte in die Arabischen Emirate. Nur ein Österreicher war beim 1:1 (1:1) zwischen Union Berlin und Leverkusen im Einsatz, nämlich Christopher Trimmel bis zur 82. Minute bei den „Eisernen“. Julian Baumgartlinger blieb auf Leverkusens Bank. Drei Österreicher waren am einzigen 0:0 der Startrunde beteiligt: Manuel Prietl und Alessandro Schöpf bei Bielefeld, Philipp Lienhart bei Freiburg.

Einen bemerkenswerten Satz sagte RB Leipzig-Trainer Jesse Marsch über seinen österreichischen Kapitän Marcel Sabitzer in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „Es ist schwer, einen Spieler zu halten, der nicht bleiben will.“ Sonntag spielt Sabitzer noch für Leipzig in Mainz.

Foto: Borussia Dortmund.

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