Fußball

Erster Hasenhüttl-Sieg über Bayern! Foda ohne Sabitzer

Erster Sieg für Ralph Hasenhüttl mit RB Leipzig gegen Bayern München im fünften Anlauf, die zweite Niederlage für Jupp Heynckes, seit er  letzten September auf Bayerns Trainerbank zurückkehrte, die erste seit 25. November (1:2 bei Mönchengladbach). Für das 2:1 (1:1) bei knackigen minus zwei Grad hatte sich der Grazer Trainer etwas Neues einfallen lassen: Entgegen seinen Gewohnheiten  mit den Ex-Salzburgern Dayot Upamecano und Stefan Ilsanker sowie dem 18jährigen Franzosen Ibrahima Konate drei Innenverteidiger, damit Fünferabwehr, in der Konrad Laimer rechts verteidigte, oft auf David Alaba bei dessen Vorstößen traf. Der dritte Österreicher bei den Leipziger Bullen, Marcel Sabitzer, (Bild) spielte nur neun Minuten: Er kippte in einem Zweikampf mit Bayerns Innenverteidiger Niklas Süle um, konnte nicht mehr weiter. Knöchel lädiert, laut Leipzigs Mitteilung in Bänderriss im rechten Sorunggelenk. Damit wird er Teamchef Franco Foda in Österreich  Länderspielen gegen Slowenien am Freitag in Klagenfurt und Dienstag danach in Luxemburg  fehlen. Bei Fodas Debüt, dem 2:1 gegen Uruguay,im letzten November, hatte Sabitzer gespielt. Warum der ÖFB den Ausfall  Sonntag noch verschwieg, bleibt sein Geheimnis. Sabitzers fehlt damit innerhalb von neun Monaten dem Team bereits zum fünften Mal: Zuvor noch in Marcel Kollers Ära in Irland, gegen Georgien, Serbien und Moldawien.

Für Sabitzer schickte Hasenhüttl Torjäger Timo Werner auf den Rasen.  Heynckes ließ wegen der ungefährdeten Tabellenführung in den englischen Wochen Weltmeister Jerome Boateng, Franck Ribery und Torjäger Robert Lewandowski auf der Bank. Der Ex-Salzburger Naby Keita glich nach einer Aktion, an der Laimer beteiligt war, die Führung von Sandro Wagner noch vor der Pause auf. In der zweiten Hälfte sorgte Sabitzers Nachfolger Werner nach Keitas Pass mit seinem ersten Bundesligatreffer nach 543 Minuten für den Sieg. Da half es auch nicht mehr, dass Heynckes danach  Ribery und Lewandowski einwechselte: „Man muss anerkennen, wenn der Gegner überragend ist“, gratulierte er nachher, ganz die Souveränität in Person.

Schon vor Sabitzer war der Sonntag auch für Teamkapitän Julian Baumgartlinger nicht  gut verlaufen. Er spielte bei Leverkusens 0:2 (0:1) im Rheinderby beim 1.FC Köln nur bis zur Pause. Dann brachte Trainer Heiko Herrlich für ihn den finnischen Stürmer Joel Pohjanpalo. Mitte der ersten Hälfte hatte der argentinische Torjäger von Leverkusen, Lucas Alario, die rote Karte gesehen. Auch in Unterzahl wolle Herrlich nicht stürmerlos agieren, opferte daher Baumgartlinger. Die Niederlage verhinderte dies nicht. Leverkusen verlor damit den Champions League-Platz vier an Eintracht Frankfurt, ist Fünfter.

Besser lief es im ersten Sonntag-Spiel für Peter Stöger und Manfred Schmid am Weg zum Saisonziel, der direkten Qualifikation zur Champions League. In der Bundesliga bleibt das Wiener Trainerduo mit Borussia Dortmund weiter unbesiegt. Das 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 bedeutete den siebenten Sieg im zwölften Spiel. Bei der guten Reaktion auf das Ausscheiden gegen Salzburg sah Stöger viele Dinge, mit denen er sehr einverstanden war. Mit 27 Torschüssen stellte Dortmund seinen Saisonrekord ein. Das Goldtor gelang Michy Batshuayi nach einem Eckball mit der Ferse. Das neunte Tor des Belgiers im elften Spiel für Borussia. Stöger bot zum Erstaunen vieler den von ihm in Salzburg kritisierten Weltmeister Mario Götze von Beginn an auf, ließ ihn durchspielen. Dabei hatten einige Zeitungen angekündigt, Stöger werde  Götze aus dem Kader eliminieren, Was der Trainer lächelnd als „Auswüchse“ abtat. Und Götze eine gute Leistung attestierte. Dortmund  verteidigt Platz drei hinter Bayern und Schalke, hat vier Punkte mehr als Leverkusen, fünf mehr als Leipzig. Nächster Gegner am Ostersamstag: Bayern in München. Ob´s dort 13 schlägt?

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