Fußball

Fjörtoft an Kühbauer: Was Rapid bei Haalands Ex-Klub Molde erwartet

Nur einen Tag Pause für Rapid nach dem Last-Minute-Sieg in Wolfsberg. Schon Dienstag früh ging es im Charterflieger nach Norwegen auf den Regionalflughafen Aro in Nähe der 30.000 Einwohner-Stadt Molde. Die im Südwesten am Romdaslfjord liegt, rund 500 Kilometer von der Hauptstadt Oslo entfernt. Hilft die Hochstimmung über das 4:3 in Kärnten, über den ersten Doppelpack von Ercan Kara, der auch als Spezialist für Tore in der  Nachspielzeit gilt, in der er bisher dreimal traf, über das erste Spiel von Koya Kitagawa, in dem er an zwei Toren direkt beteiligt war, zum ersten Sieg in der  Europa League beim Tabellenzweiten der norwegischen Eliteserien, der sein Startspiel in Dublin gegen Dundalk nach 0:1-Rückstand 2:1 gewann? „Rapid ist nicht Favorit“ sagt einer, der es wissen muss. Nämlich Ex-Rapidler Jan Age Fjörtoft, Sturmtank von 1989 bis 1993, der in 156 Pflichtspielen 85 Tore erzielte, in der letzten Saison einige nach Assists vom aktuellen Trainer Didi Kühbauer. Der einen Thriller wie am Sonntag am Donnerstag nicht wieder erleben will: „Wenn, wir dauernd so spielen häng´ ich am Lasso!“

Rapid, weiterhin ohne Taxiarchis Fountas und Yusuf Demir, musste schon Dienstag nach Molde, weil die norwegischen Behörden auf Corona-Tests an Ort und Stelle bestehen. Das musste im September auch Österreichs Team vor dem 2:1 im Ullevaal-Stadion von Oslo gegen die Norweger in der Nations League zur Kenntnis nehmen. Molde ist der Klub, von dem Goalgetter Erling Haaland im Jänner 2019 um acht Millionen Euro Ablöse zu Red Bull Salzburg gewechselt war, den Ole Gunnar Solskjaer von 2015 bis 2018 trainierte, dabei eine starke Mentalität entwickelte, bevor er zu Manchester United wechselte, eine Mannschaft hinterließ, mit der sein Assistent Erling Moe den Titel holte.  Viermal in den letzten neun Jahren war Molde Meister, 2011, 1012, 2014, zum letzten Mal 2019. Fjörtoft beurteilt Molde nicht am 16 Punkte-Rückstand auf Bodoe Glimt acht Runden vor Schluss, sondern viel mehr am Play-Off zur Champions League gegen Ferencvaros Budapest: „Molde hatte Anfang August ein Tief, aber das ist vorbei. Mit etwas Glück würden sie in der Königsklasse spielen!“ Gegen Ferencvaros, die Grün-Weißen aus Budapest, gab es keine Niederlage, zwei Unentschieden. 3:3 im Aker-Stadion, in das Donnerstag 600 Zuschauer dürfen, nach 3:2-Führung, 0:0 im Retourspiel mit den besseren Torchancen. Die Auswärtstore entschieden gegen Molde. Tabellenführer Bodoe Glimt wurde vor zwei Wochen 4:2 geschlagen.

Rapids Gegner wird von einem der reichsten Norweger aus dem Öl-Business finanziert, gilt als beste Adresse für junge norwegische Spieler. Aber als Um und Auf sieht Fjörtoft den 30 jährigen Mittelfeldspeler Magnus Wolff Eikrem, der es vor elf Jahren auch eine Saison bei Manchester United versucht hatte. Ohne Erfolg. Die weiteren Stationen: Heerenveen in Holland, Cardiff in Englands zweiter Liga, Malmö in Schweden, die Seattle Sounders in der Major League Soccer. Seit zwei Jahren dirigierte er wieder seinen Stammklub Molde. Zu beachten wären auch die Offensivspieler Etatz Hussain, der pakistanische Wurzeln hat, Mathis Bolly (war in Deutschland bei Fürth und Fortuna Düsseldorf), Leke James aus Nigeria und Mittelstürmer Obi Omoijuanfo. Er und Hussain erzielten die Tore zum Sieg über Dundalk.  „Rapid muss auf eine Mannschaft eingestellt sein, die es nicht mit hohen Bällen und Robustheit versucht, sondern spielerisch einiges drauf hat!“ Eine Pari-Chance gibt Fjörtoft Grün-Weiß aber schon.

Foto: Sky.

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