Für nicht weniger als 15 Teamchefs bedeutete die Weltmeisterschaft das Ende ihrer Ära. Das ist der aktuelle Stand, es könnten noch einige dazu kommen. Geplant war es nur bei zwei: Bei Didier Deschamps stand fest, dass er nach 14 Jahren mit dem letzten Spiel bei der WM seinen Abschied nimmt. Der Nachfolger heißt wie erwartet Zinedine Zidane (Bild). 1998 führte er als Spieler gemeinsam mit Deschamps Frankreich zum WM-Triumph im eigenen Land, zwei Jahre später zum EM-Titel, als Trainer waren drei Champions-League-Siege mit Real Madrid zwischen 2016 und 2018 sein Highlight, Nach fünf Jahren Pause von der Trainerbank gibt er ein Comeback, erstmals als Teamchef. Zidane unterschrieb einen Vierjahresvertrag – also bis zur nächsten Weltmeisterschaft. Sein Sohn war bei der WM Tormann bei Österreich-Gegner Algerien. Klar war auch, dass Javier Aguirre bei Mexiko nach der WM aufhört. Er kam bis ins Achtelfinale. Auf ihn folgt der langjährige Kapitän und ehemalige Barcelona-Legionär Rafael Marquez.
Den ersten Teamchefwechsel gab es schon während der WM nach dem ersten Gruppenspiel. Sabri Lamouchi musste nach Tunesiens 1:5 gegen Schweden gehen, Nachfolger Herve Renard hörte nach dem 0:4 gegen Japan und dem 1:3 gegen Holland auf. Das Scheitern in der Vorrunde bedeutete das Ende für Marco Bielsa bei Uruguay, Myung-Bo Hong bei Südkorea auf Druck der Politik und den 74-jährigen Miroslav Koubek bei Tschechien. Steve Clarke trat bei Schottland selbst zurück. Das Scheitern im Sechzehntelfinale kostete Julian Nagelsmann in Deutschland, Ronald Koeman in Holland, Pape Thiaw bei Senegal, den Portugiesen Carlos Queiroz bei Ghana und Zlato Dalic, der 2018 mit Kroatien Vizeweltmeister war und 2022 Dritter wurde, den Job. Dalic wurde nach neun Jahren durch einen seiner Vorgänger ersetzt: Slaven Bilic war schon von 2006 bis 2012 Teamchef, später auch Trainer von Marko Arnautovic bei West Ham. Portugals 0:1 im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien war das letzte Spiel von Roberto Martinez ein Jahr nach dem Sieg in der Nations League. Spanien wurde auch für Rudi Garcia zum Verhängnis: Nach Belgiens 1:2 im Viertelfinale wurde der Vertrag des 62 jährigen Franzosen nach eineinhalb Jahren nicht mehr verlängert.
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