Fußball

Für Sturms Sportchef war Ingolitsch immer ein „idealer Kandidat“

So wie bei der Trennung von Jürgen Säumel war auch bei der Trainersuche die Kommunikation von Sturm Graz alles andere als gut.  Auch wenn Sportchef Michael Parensen Montag nach der Einigung mit Altach den neuen Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch (Bild) wegen seiner positiven Ausstrahlung und Energie als idealen Kandidaten bejubelte, fragt man sich doch, warum Sturm dann davor auch mit Ried und Max Senft verhandelte, ehe sich Senft entschied, lieber beim Aufsteiger zu bleiben. Natürlich spricht für den 33 jährigen Ingolitsch, dass Altach in den ersten 17 Runden nur 19 Treffer kassierte, die wenigsten aller Klubs. Die ersten zwei, Winterkönig Red Bull Salzburg und der LASK, bekamen je zwei mehr, Sturm vier. Altach verlor in dieser Saison nur ein Heimspiel (ausgerechnet gegen Sturm), Sturm hingegen fünf. Dass Ingolitsch nicht lange nachdachte, als sich die Chance bot, statt einem Nachzügler einen Spitzenklub zu trainieren, ist hingegen durchaus nachvollziehbar.

Freitag wird er erstmals das Sturm-Training leiten, am 7. Jänner mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Marbella fliegen. Sein Pflichtspieldebüt geht am 22. Februar in der Europa League gegen Feyenoord im De Kuip von Rotterdam über die Bühne, im Viertelfinale des österreichischen Cups gastiert Sturm am 1. Februar ausgerechnet beim ehemaligen Ingolitsch-Klub Altach. Atdhe Nuhiu, der in 42 Spielen  Assistent von Ingolitsch bei Altach war, auch zum Staff von Kosovos Teamchef, dem früheren Sturm-Meistermacher Franco Foda gehrt, wird Ingolitsch nicht in die Steiermark begleiten, sondern bleibt in Vorarlberg. Um Ingolitsch-Nachfolger zu werden, fehlt dem 36 jährigen allerdings die nötig UEFA-Pro Lizenz. Sturm ist daher jetzt auf Co-Trainer-Suche.

Altachs Sportchef Philipp Netzer hat noch einige Tage Zeit, einen neuen Cheftrainer zu bestimmen. Als mögliche Kandidaten gelten Admira-Trainer Thomas Silberberger, der 31 jährige Patrick Enengl von Zweitligist Amstetten oder der 36 jährige Ognjen Zaric. Der gebürtige Serbe trainierte 2019 in Tirol den FC Kufstein arbeitete danach im Nachwuchs des FC Basel, war letzte Saison der jüngste Trainer in der Schweizer Super League, wurde bei Nachzügler Winterthur aber nach fünf Monaten entlassen, ist seither auf Jobsuche. „Zu meinen Aufgaben gehört es, immer den Markt zu beobachten. Auch den der Trainer“, gab sich Netzer gelasssen,

 

Foto: APA/Peter Rinderer.

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