Fußball

Grasshoppers verlor auch Krisenduell: Endzeitstimmung bei Fink und Lindner

Endzeitstimmung bei Grasshoppers Zürich nach der 1:3 (0:2)-Pleite im Kellerduell der Schweizer Super League gegen den zuvor in diesem Jahr ebenfalls noch sieglosen FC Luzern. Der Schweizer Rekordmeister präsentierte sich von A bis Z wie ein Absteiger. Schön langsam sollte sich Max Hagmayr, der Berater von Österreichs Teamkeeper Heinz Lindner, um einen neuen Arbeitgeber für seinen Schützling umsehen. Soferne der Linzer dies nicht ohnehin schon tut. Lindner hatte wiederum überhaupt keine Schuld an der neuerlichen Pleite. Aus den letzten acht Spielen holte Grasshoppers nur einen Punkt. Und den rettete Lindner eine Runde zuvor mit einem abgewehrten Elfmeter beim 1:1 gegen Thun.

Nur noch 3700 Zuschauer am Züricher Letzigrund. Die empörten Fans beschimpften nachher die Klubführung, Trainer Thorsten Fink (Bild oben), die Verlierer, warfen Flaschen auf die Tartanbahn. Die Krise übertrifft noch bei weitem diejenige, die Fink vor einem Jahr den Trainerjob in Wien bei Austria gekostet hatte. „Ich habe noch Kraft“, behauptete der Deutsche nachher trotzig beim TV-Sender „Teleclub“, gab aber einen herben Rückschlag zu: „Jetzt ist die Situation, in der man bei Grasshoppers reden und beraten muss. Abwarten was dabei herauskommt.“ Vielleicht der Trainerwechsel, der bei Luzern wenigsten den ersten Sieg 2019 brachte.

Luzern nützte vor der Pause zwei Chancen für zwei Tore. Das erste legte ihnen Raphael Holzhauser mit einem katastrophalen Fehler auf. Zur Pause tauschte Fink den vermeintlichen Mittelfeldchef, den er von Austria nach Zürich mitgenommen hatte, aus, ersetzte ihn durch Marco Djuricin.  Holzhauser wurde am Sonntag vom „Blick“ auch als schwächster Spieler abgewatscht. Mit dem Prädikat, als Filigrantechniker nicht für den Abstiegskampf geeignet zu sein. Egal, ob Fink bleibt oder ein neuer Trainer  kommt: Der nächste Gegner verspricht eine neuerliche Niederlage. Der Letzte Grasshoppers empfängt den Meister und überlegenen Tabellenführer Young Boys Bern.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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