Fußball

Hartbergs erste Wahl ist das Comeback von Markus Schopp

Nichts Neues von der Wiener Austria in Sachen Manfred Schmid und Vertragsverlängerung des Trainers. Jeder Tag, der vergeht, nährt die Spekulationen, dass mit Schmid nicht mehr geplant wird, weil Investor Jürgen Werner von ihm nicht überzeugt ist. Womit sich die Austria unnötig eine große Baustelle eröffnen würde, mit Fanprotesten rechnen müsste. In den nächsten Tagen soll bei Schlusslicht Hartberg die Entscheidung fallen, wer auf Klaus Schmidt folgt. In Wahrheit dürfte schon alles geklärt sein: Die Rückkehr von Markus Schopp (Bild oben), zuletzt als Experte bei ServusTV in den Europa League-Spielen von Sturm Graz im Einsatz, steht bevor.

Schopp, der Hartberg nach dem Aufstieg in die Bundesliga von 2018 bis 2021 über 108 Spiele mit einem Punkteschnitt von 1,32 erfolgreich trainiert, 2020 sogar in die Qualifikation für die Europa League geführt hatte, ist seit zwölf Monaten ohne Job. Denn seine Zeit in England bei Zweitligist Barnsley als Nachfolger von Ex-LASK-Trainer Valerien Ismael endete schon nach 16 Spielen. Kurz darauf war er bei Rapid ein Thema als Nachfolger von Didi Kühbauer. Zu dem Zeitpunkt war der Vertrag mit Barnsley noch nicht aufgelöst. Jetzt gibt es für den 48 jährigen kein Hindernis für die Rückkehr auf die Trainerbank.

Schopp war der Erste, den Hartbergs Obmann Erich Korherr nach der Trennung von Schmidt anrief. Die Rufe der Spielervertreter, des „mächtigen“ Kapitän Rene Swete und von Dario Tadic , nach Lafnitz-Trainer Philipp Semlic ignorierte Korherr. Mit dem nachvollziehbaren Argument, dass sich bei einem Klub, der etwas auf sich hält, nicht die Spieler den Trainer aussuchen dürfen. Wie man hört, kamen Korherr und Schopp schon auf einen gemeinsamen Nenner: Er übernimmt zunächst als Trainer. Schafft er den Klassenerhalt, dann wird er Sportdirektor. Bekommt er einen Posten, den es bei Hartberg derzeit noch nicht gibt. Der bei einem Abstieg in die zweite Liga auch nicht geschaffen werden würde.

Mit Schopp  soll auch sein ehemaliger Analyst, Co-Trainer und Koordinator Danijel Zenkovic wieder nach Hartberg kommen. Der 35 jährige hat interessante Stationen hinter sich: Vor der ersten Hartberg-Zeit bereits Nachwuchstrainer bei Ajax Amsterdam, danach zunächst Co.Trainer bei Werder Bremen, in einem Spiel Interimstrainer, danach nach Belgien zum FC Brügge als Assistent von Alfred Schreuder, den er aus Ajax-Zeiten kennt. Mit Schreuders Wechsel im Sommer zu Hollands Meister war auch die Brügge-Zeit von Zenkovic beendet. Fixiert sollte die Schopp-Rückkehr eigentlich schon Mittwoch bei einer Vorstandssitzung von Hartberg werden. Die dann nicht stattfand. Wegen einer Erkrankung von Korherr. Freitag gab´s mit dem 2:1 (1:0) im Testspiel bei Zweitligist Vienna wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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