Fußball

Mit Alaba und Lienhart statt Rüdiger und Schlotterbeck wäre Deutschland besser

Eines hat Österreichs Teamchef Ralf Rangnick, der Freitag gemeinsam den „Perspektivlehrgang“ in Pula beendete und nach den Eindrücken von den Talenten überzeugt war, gemeinsam mit Werner Gregoritsch eine gute Auswahl getroffen zu haben, seinem deutschen Kollegen Hansi Flick voraus: Bessere Innenverteidiger. Die Behauptung drängt sich nach der deutschen WM-Pleite gegen Japan schon auf. Da ist keine rot-weiß-rote Brille dabei. Mit David Alaba und Philipp Lienhart wäre Deutschland beim Kampf um den Aufstieg gegen Spanien im Abwehrzentrum besser besetzt als mit Antonio Rüdiger und Nico Schlotterbeck. Flick kennt Alabas Qualitäten als Abwehrchef aus seiner Zeit als Bayern-Trainer, hat Österreichs Teamkapitän auch stets gelobt (Bild oben).

Mit der zweiten Niederlage in seiner Ära steht der Teamchef Flick erstmals mitten in der Kritik. Da war nicht mehr von einer Prediger und Praktiker des Positiven die Rede. Sondern von einem, der möglicherweise zu nett war, weil er die Enttäuschung bei Leon Goretzka über die Reservistenrolle nicht zu groß werden lassen wollte und ihn deshalb für Ilkay Gündogan einwechselte. Das sahen viele als Ursache dafür an, dass trotz Führung das Match noch verloren ging.  Weltmeister und Rekordspieler Lothar Matthäus warf via „Bild“ Flick vor, obwohl er seine Freundschaft zum Teamchef betonte, sich vercoacht zu haben. Auch der Verdacht einer gespaltenen Mannschaft kam auf: Alt gegen jung, vorne gegen hinten.  Flick ließ nach der Niederlage die Frauen und Freundinnen der Spieler, die nach Katar gekommen waren, zwei Tage im Mannschaftsquartier verbringen. Auch das verstanden einige nicht, Dass Sonntag gegen Spanien Umstellungen folgen werden, ist klar. Von einem Mittelfeld mit Joshua Kimmich, Gündogan und Goretzka ist die Rede, um die Mitte dichtzumachen. Auch eine andere Rolle für Kimmich, nämlich die des rechten Verteidigers, soll im Gespräch sein. Matthäus fordert Niclas Füllkrug als echte Neun.

Zurück zu Alaba und Lienhart statt Rüdiger und Schlotterbeck: Es wird kein Zufall sein, dass Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti Rüdiger nur aufstellte, wenn Alaba oder der Brasilianer Eder Militao aus wechlchem Grund auch immer pausierte. Gegen Japan war Rüdiger bei Japans Toren im „Niemandsland“, fiel vor allem auf, als er sich in einem Duell über Gegenspieler Takuma Asano mit einem Stechschritt-Lauf lustig machte. Von Asano bekam er 20 Minuten später die Antwort auf den Arroganz-Anfall: Der Bochum-Legionär erzielte nach einem Fehler von Schlotterbeck Japans Siegestor. Schlotterbeck ist einer, der riskant spielt. Letzte Saison bei Freiburg sicherte ihn noch Lienhart ab. Der seine vordringliche Aufgabe immer darin sieht, Tore zu verhindern.  So einer täte Deutschland gut, diese Absicherung fehlt Schlotterbeck im deutschen Team als auch bei Borussia Dortmund.

Schon einen Tag vor Deutschland steht Argentinien nach der Pleite gegen Saudi-Arabien unter Zugzwang. Gegen Mexiko müssen Lionel Messi & Co gewinnen. Trotz der Niederlage trauen imemr noch viele den „Gauchos“ den WM-Titel zu, etwa 37 Prozent der Wettkunden von tipp3. Brasilien gelang der Start viel besser. Aber das 2:0 gegen Serbien erinnerte auch an einen Pyrrhussieg: Weil Neymar beim Zusammenprall mit Salzburg-Legionär Strahinja Pavlovic eine Bänderverletzung im Knöchel erlitt, erst wieder im Achtelfinale einsatzfähig sein wird. Ebenso Juventus-Verteidiger Danilo.

Foto: FC Bayern München.

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