Fußball

Operation bei Sturm-Hoffnung Böving! Rapid gelang nur gute Bewegungstherapie

Sturm Graz gelingen die Trainingsspiele im Schatten der Weltmeisterschaft besser als Rapid: Sturm fertigte in der Südstadt die Admira durch Tore von Amadou Dante, Tomi Horvat, Emanuel Emegha und des 20 jährigen Ghana-Stürmers Mohammed Fuseini  4:0 (1:0) ab. Rapid schaffte einen Tag vor der Generalversammlung, auf der Steffen Hofmann, der grün-weiße Fußballgott, eine Rede über die sportlichen Pläne seiner Liste halten wird, gegen Zweitligist FAC nur eine „gute Bewegungstherapie“, wie es Trainer Zoran Barisic ausdrückte. Bei der aus einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 (0:1) wurde. Für den Vizemeister aus Graz gab es aber auch einen Tiefschlag: William Böving (Bild oben) fällt längere Zeit aus. Der 19 jährige Däne, Doppeltorschütze beim 2:2 gegen Lazio in Rom, erlitt im U 21-Spiel von Dänemark gegen Ungarn schwere Verletzungen im linken Sprunggelenk (Syndesmoseband und Aussenbänder gerissen, Delta-Band eingerissen), wurde Freitag in Graz von Sturm-Arzt Jürgen Mandl operiert.

Damit fehlt Böving nicht nur beim Dezember-Trainingslager im spanischen Marbella, sondern kann auch im Jänner nicht voll in die Vorbereitung einsteigen. Nur zum Beispiel: Konrad Laimer, im September wegen eines Syndesmoseband-Riss operiert, feierte Freitag, also zwei Monate später, bei RB Leipzigs 6:0 gegen den polnischen Klub Radom sein Comeback, erzielte das Führungstor. „Böving wird stärker zurückkommen“, prophezeite Sportchef Andreas Schicker. Sturms Kader ist inzwischen so breit, um den Ausfall von Böving zu verkraften. Gegen Admira fehlte auch Abwehrchef Gregory Wüthrich. Trotzdem kamen 22 Spieler, also zwei komplette Mannschaften zum Einsatz, am längsten Jakob Jantscher und Horvat, nämlich über 64 Minuten.

Bei Rapid wurden zur Pause zehn Mann gewechselt, spielte nur einer über die volle Distanz, nämlich Roman Kerschbaum. Pausieren durfte Guido Burgstaller. Zum Zug kamen erstmals in dieser Saison Lion Schuster, der wegen eines Ödems im Knie monatelang pausieren musste, dazu Talente aus der zweiten Mannschaft. Wie Tobias Hedl, der jüngere Bruder des Torhüters, Nicolas Binder, Marko Dijakovic und der 18 jährige Innenverteidiger Aristot Tambwe-Kasengele, der knapp vor Schluss nach einem Eckball der Ausgleich erzielte. Das erste Rapid-Tor erzielte Christoph Knasmüllner. Bemerkenswert der Besuch: 1300 Zuschauer sahen Freitagnachmittag das Match am engen Trainingsplatz beim Allianz-Stadion. Und die gute „Nase“ des Linzer Beraters Max Hagmayr für Spieler mit Zukunft: Sowohl Tambwe-Kasengele als auch Sturms Torschütze Fuseini, der schon bei fünf Einsätzen in der Bundesliga unter anderem mit zwei Treffern gute Anlagen zeigte, zählen zu seinen Klienten.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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