Fußball

Hasenhüttls Triumph in Leicester als perfekte Revanche für 0:9

Der 25.Oktober 2019 war der schwärzeste Tag in der erfolgreichen Trainerkarriere von Ralph Hasenhüttl. Die 0:9 (0:3)-Rekordpleite gegen Leicester im St. Marys Stadion, die höchste Niederlage in der Geschichte des FC Southampton und in der Premier League wird Österreichs  bisher einzigen Trainer in der Premier League immer „verfolgen“. Zehn Wochen später gelang dem Grazer mit den „Saints“ die perfekte Revanche. Durch den 2:1(1:1)-Auswärtssieg im mit 31.000 Zuschauern ausverkauften King Power-Stadium von Leicester gegen  den Tabellenzweiten, bei dem Österreichs Ex-Teamkapitän Christian Fuchs unerwartet nicht zum Zug kam, nur auf der Tribüne sass. Vielleicht war es ein Fehler von Leicesters Trainer Brendan Rodgers, dem 22jährigen Mittelfeldspieler Hamza Choudbury den Vorzug gegenüber Routinier Fuchs zu geben. Denn mit Fuchs verlor Leicester in dieser Saison bisher weder in der Premier League, im FA-Cup noch im League-Cup. Hasenhüttl hielt durch den Triumph Platz zwölf, liegt nach Punkten gleichauf mit Everton und sogar mit Arsenal. So gut war Southampton noch nie platziert, seit Hasenhüttl den Job im Dezember 2018 übernahm. Seit Hasenhüttl  seinen Dreitagesbart stehen lässt, eilt er von Überraschung zu Überraschung: Sieg gegen Chelsea an der Stamford Bridge in London, am Boxing Day, Heimsieg gegen Tottenham im ersten Duell gegen Trainerstar Jose Mourinho, Sieg beim Tabellenzweiten Leicester. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt mittlerweile sieben Punkte., der Rückstand auf den Fünften Manchester United und damit auf die Europacupplätze nur sechs. Gerade richtig vor dem schweren Programm bis zur zweiwöchigen Februar-Pause der Premier League daheim gegen Wolverhampton, auswärts gegen Crystal Palace und an der Anfield Road gegen den überlegenen Tabellenführer FC Liverpool, der nach dem 1:0 bei Tottenham, dem 20.Sieg in 21 Runden,, 16 Punkte mehr als der Zweite Leicester bei einem Spiel weniger hat,  sowie daheim gegen Burnley.

„Es war die schwerste und spannendste Zeit in meiner Trainerkarriere“, erinnert sich Hasenhüttl an die Wochen nach dem 0:9,“bei dem der östeerreichische U 21-Teamspieler  Kevin Danso in der zweiten öfter am blamablen Untergang beteiligt war, „wer das übersteht, der hat vor nichts mehr Angst.“ Er änderte das System, verabschiedete sich von der Variante mit den drei Innenverteidigern, lässt ähnlich wie in seinen zwei Saisonen bei RB Leipzig mit einem 4-2-2-2 spielen, setzt auf frühes Attackieren der Gegner, auf Gegenpressing. Stand es am schwarzen Freitag, dem 25.Oktober, nach 19 Minuten bereits 0:3, so fiel Samstag in Leicester in der 19. Minute durch den Schotten Stuart Armstrong Southamptons Ausgleich zum 1:1. Gegenüber dem Rekorddebakel war Southampton an fünf Positionen verändert. Unter anderem im Tor, wo seit dem 0:9 wieder Alex McCarthy statt Angus Gunn die Nummer eins ist. Zwei der der drei Innenvertediger vom 0:9, der Däne Yannick Vestergaard und der Japaner Maya Yoshida sassen ebenso wie der spanische Mittelfeldspieler Oriol Romeu auf der Bank, der französische Rechtsverteidiger Yan Valery fällt sei Wochen verletzt aus.

„Wer an der Stamford Bridge Chelsea schlägt, kann überall gewinnen“, hatte Hasenhüttl einen Tag vor dem Match erklärt. Leicesters Kapitän Jamie Vardy und der Spanier Ayoze Perez, die im Oktober je drei Tore erzielten, richteten keinen Schaden an. Fünf Minuten nach der schnellen Leicester-Führung durch den Belgier Dennis Praet gelang der  Ausgleich. Den Siegestreffer erzielte neun Minuten vor Schluss Southamptons Torgarantie namens Danny Ings, der vor der Pause die Latte traf, mit seinem 14. Saisontor. Die Vorarbeit kam vom drei Minuten zuvor eingewechselten Che Adams. Ein glückliches Händchen von Hasenhüttl. Passte zur perfekten Revanche, Leicesters vermeintlicher Ausgleich durch einen Kopfball von Innenverteidiger Jonny Evans nach 90 Minuten galt nach Videobeweis nicht. So kam Southampton zum fünften Sieg in den letzten sechs Runden, gewann das dritte Auswärtsspiel in Serie. Ein perfekter Start von Hasenhüttl ins Jahr 2020.

Auch der zweite österreichische Trainer in England gewann am Samstag: Gerhard Struber feierte in der Championship mit Barnsley beim Debüt des von Wolfsberg gekommenen Mittelfeldspielers Manfred Ritzmaier vor 17.258 Zuschauern einen 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen Huddersfield. Mit Tormann Samuel Sahin-Radlinger spielte ein zweiter Österreicher durch, Patrick Schmidt kam nur zu einem Kurzeinsatz über fünf Minuten. Barnsley liegt aber trotz Strubers Aufholjagd als Drittletzter noch immer in der Abstiegszone, der Abstand zum  rettenden Ufer beträgt nur einen Punkt.

 

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