Fußball

Im 100. Spiel als Rapid-Trainer in der Bundesliga hat Kühbauer den „ganzen Druck“

Münchener Zeitungen behaupteten am Samstag, dass sich Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der  aus dem Hintergrund weiterhin über Sportchef Hasan Salihamidzic in strategische Entscheidungen eingreift, sich beim Schafkopfen mit Unterhachings Präsident Manfred Schwabl nach Salzburgs Torjäger Karim Adeyemi erkundigt haben soll. Schwabl gilt als Förderer von Adeyemi, der auch im Oktober wieder zum deutschen Teamkader gehört, und als väterlicher  Freund. Sonntag Abend geht es für Adeyemi mit  Meister Red Bull Salzburg um den siebenten Sieg hintereinander gegen den LASK. Der würde nicht nur die erste Niederlage für den neuen LASK-Trainer Andreas Wieland bedeuten. Sondern auch Salzburgs besten Start mit zehn Siegen in zehn Runden (neun gelangen 2018/19 unter Marco Rose), die Einstellung des Rapid-Rekords aus dem Jahr 1987 mit saisonübergreifend 14 Siegen.

Rapid hat nach dem schlechtesten Start aller Zeiten andere, viel bescheidenere Ziele: Nicht Letzter werden im elften Heimspiel dieser Saison. Das passiert, wenn es wie im September gegen Admira, Genk und  Sturm Graz auch im Oktober im Allianz-Stadion gegen Schlusslicht WSG Tirol eine Niederlage setzen sollte. Viele sehen deshalb das Match als  wegweisend für Grün-Weiß an. Damit wird aber etwas übertrieben. Denn mit einem Sieg kann doch nicht wieder alles in Ordnung sein, der würde nur einen kleinen Schritt aus der Krise bedeuten, den nach der Länderspielpause ab 16. Oktober weitere folgen müssten. Zum Abschluss des ersten Durchgangs inKlagenfurt, danach in Hartberg und daheim gegen den LASK. Das Kellerduell bringt auch das Aufeinandertreffen der am längsten im Amt befindlichen Trainer der Bundesliga: Thomas Silberberger hat sechseinhalb Jahre Vorsprung auf Didi Kühbauer. Er übernahm Wattens am 1. Juli 2013 in der Landesliga, führte den Klub in sieben Jahren bis in die Meisterrunde. Zwischen ihm und Sportchef Stefan Köck passt laut Silberberger kein Stückel Papier. Andere Ansichten haben sie mitunter aber doch. So wie in Hütteldorf  Kühbauer, der am 1. Oktober 2018, als Rapid Achter war, den Job übernahm, und Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic. Silberberger zur Ausgangssituation: „Kühbauer und Rapid haben den ganzen Druck, wir gar keinen.“

Sonntag ist es für Kühbauer (Bild oben) das 100. Bundesligaspiel als Rapid-Trainer. Selbst bei einer Niederlage wird es nicht das letzte sein, außer er liefert einen Grund dazu, der nicht mehr toleriert werden kann. Etwa mit einem Ausraster oder einem weiteren unglücklichen Interview, durch das sich intern wie zuletzt einige attackiert fühlen könnten. Von seinen bisherigen 99 Ligaspielen auf Rapids Trainerbank waren sechs gegen den die Tiroler, in denen es nur eine Niederlage gab. 13. Dezember letzten Jahres mit 0:3 im Allianz-Stadion, wo Sonntag die Fan-Tribüne aus Protest gegen die von der Stadt Wien verhängte 2 G-Regel leer wie selten sein könnte. Aber auch das darf keine Rolle spielen. Kühbauer zählte in London nach dem 0:2 bei West Ham die Stürmer Ercan Kara und Taxiarchis Fountas zurecht an, ohne allerdings Alternativen zu haben. Kara erzielte sein letztes Tor am 22. August beim 3:0 gegen Ried, dem letzten Heimsieg, ist in nunmehr acht Partien ohne Treffer, Fountas in sieben. Der Grieche traf noch am 26. August beim 3:2 in den Play offs zur Europa League gegen Sorya Luhansk.

Foto: FotobyHofer/ Christian Hofer.

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