Fußball

In der „Schrottliga“ sind für LASK bis Dezember sechs Millionen zu verdienen

22 Jahre nach Abschaffung des Europacups der Cupsieger gibt es wieder einen internationalen Bewerb, die Conference League. Kritiker bezeichneten sie gleich nach der Gründung der Schrott-Liga. Ein Blick auf die Teilnehmer der Gruppenphase bestätigt das fast: Alashkert Erewan aus Armenien, Flora Tallinn aus Estland, Bodö Glimt aus Norwegen, Jablonec aus Tschechien, Lincoln Red Imps aus Gibraltar, wo es nur ein Stadion mit Blick auf den berühmten Affenfelsen gibt, Qarabag Agdam aus Aserbaidschan, Qairat Almaty aus Kasachstan und so weiter. Wie zur Bestätigung wurde das Endspiel an Tirana vergeben. Erstmals ein Europacup-Finale in der albanischen Hauptstadt in der 21.000 Zuschauer fassenden National-Arena.

Die großen Fische unter den kleinen Haien, also etablierte Topvereine zu den internationalen Newcomern, halten sich in Grenze: AS Roma mit seinem Trainerstar Jose Mourinho, der schon zweimal die Champions League, einmal die Europa League gewonnen hat,  Tottenham mit seinem Top-Torjäger Harry Kane. Vielmehr nicht. Bekannte Namen sind, wenn man so will, der FC Basel mit seinem österreichischen Tormann Heinz Lindner, der zum Start in Baku auf Qarabag Agdam trifft, Alkmaar, Tschechiens Meister Slavia Prag und PAOK Saloniki mit den Ex-Rapidlern Stefan Schwab und Thomas Murg. Sie spielen Donnerstag in Gibraltar, Österreichs Teamverteidiger Christopher Trimmel gastiert mit Union Berlin bei Slavia Prag.

Ein Österreicher war auch bei der ersten Partie der neuen Conference League am Dienstag im Einsatz: Ex-LASK-Kapitän Gernot Trauner holte mit Feyenoord in der Union Berlin-Gruppe bei Maccabi Haifa vor den Augen seines Landsmanns, Israels Teamchef Wili Ruttensteiner, nur ein 0:0. Der LASK, 2020 noch im Achtelfinale der Europa League,  erwischte mit Maccabi Tel Aviv, Alashkert Erewan und HJK Helsinki keine prickelnde Gruppe. Die Heimspiele im Klagenfurter Wörthersee-Stadion werden nicht viele Zuschauer anlocken. Anderseits bietet die Schrottliga dem LASK trotz sportlichem Tiefs die Chance, bis 9. Dezember sechs Millionen Euro zu verdienen. Wie das geht? 2,4 Millionen Euro macht das Startgeld aus, jeder Sieg bringt eine halbe Million, die Prämie für den Gruppensieg 650.000 Euro. Wenn sich der LASK in dieser Gruppe nicht sechs Siege zutraut, dann wäre das schlimm für die Mannschaft um Tormann und Kapitän Alexander Schlager (Bild oben).

Start für die Linzer und ihrem neuen, vorerst bis Jahresende eingesetzten Trainer Andreas Wieland ist Donnerstag  beim HJK Helsinki. Ein warnendes Beispiel für die Linzer ist ihr nationaler Konkurrent Rapid: Der flog vor sieben Jahren gegen Finnlands Rekordmeisters aus den Play offs zur Europa League. In Helsinki 1:2 nach 1:0-Führung, im Happel-Stadion nur 3:3, bei dem es nach 13 Minuten durch einen Doppelpack von Louis Schaub, der auch in Helsinki getroffen hatte, 2:0 für Rapid geheißen hatte. Wieland übernimmt von Dominik Thalhammer die Personalprobleme mit dem Ausfall von drei Innenverteidigern (Petar Filipovic, Philipp Wiesinger und Yannis Letard) sowie von Torjäger Marco Raguz. „Jeder muss Verantwortung übernehmen“, forderte Wieland. Das hörte man auch von Thalhammer.

 

Foto: Gepa Pictures/Admiral.

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