Fußball

Jürgen Werners Rücktritt wird Unruhe um LASK nicht beenden

Jürgen Werner zog einen Tag, nachdem der Senat zwei der Bundesliga unter Thomas Vanas ein Verfahren gegen ihn wegen  des Verdachts, gegen das Reglement bezüglich Arbeit mit Spielervermittlern verstoßen zu haben, die Konsequenzen: Wegen Vorverurteilung und einer aktuellen Medienkampagne legte der 59 jährige alle Funktionen beim LASK zurück. Er ist nicht mehr Vizepräsident und Sportchef, vermutlich auch nicht mehr Vereinsmitglied, womit das Verfahren des Senat zwei sozusagen hinfällig wäre. Das des Senat fünf gegen den LASK wegen unerlaubter Beteiligung von Dritten an Spielerrechten geht weiter. Werner stellte fest, der Rückzug sei kein Schuldgeständnis. Geschehe, weil seine Belastungsgrenze überschritten wäre. Auch durch Hassbotschaften und Drohungen gegen seine Familie. Alles nur das Resultat eines Artikels in „News“ vom 23.April, in dem von dunklen Millionendeals Werners angeprangert wurden?

Wenn man eins und eins zusammen zählt, auch was die Verfasserin des Artikels betrifft, dann steckt hinter allem etwas ganz anders. Nämlich der Streit um den derzeit laufenden Stadionbau, bei dem Präsident Siegmund Gruber (Bild oben)  den damaligen Vize Manfred Zauner praktisch aus dem Verein manövrierte. Der klagte den LASK. Gruber kann er trotzdem nichts anhaben, daher hieß die Stoßrichtung Werner. Ohne den es den LASK-Aufschwung der letzten Jahre nicht gegeben hätte.  Er war seit 2013 externer Berater, dann Sportchef, als Ligavorstand Christian Ebenbauer meinte, es dürfe nicht sein, dass Werner trotzdem weiter für die Beraterfirma „Stars and friends“ tätig sei. Werner verkaufte seine Anteile, wurde Vizepräsident. Jetzt braucht der LASK einen neuen. Nur wird die Unruhe mit Werners Rückzug nicht beendet sein. Gruber hat sich „Feinde“ geschaffen, es wird weiter gehen. Mit dem Ziel, auch seine Ära zu beenden. Werner legte Wert auf die Feststellung, vom LASK nie ein Gehalt oder eine Aufwandsentschädigung bezogen zu haben, sprach weiter von falschen Vorwürfen gegen ihn. Er kündigte an, sich mit Klagen zu wehren.

Unruhe schafft sich der LASK auch selbst. Mit dem Konflikt im Trainerteam, der nicht mehr zu kaschieren war, seit Chef Dominik Thalhammer Defensiv-Traienr Emanuel Pogatetz beim letzten Spiel gegen Rapid nicht mehr dabei haben wollte.  Genutzt hat das nichts, der LASK verlor 0:3.  Seit Winter haben Thalhammer und Pogatetz eine andere Vorstellung von der Spieldee.  Pogatetz zog wie einst als Verteidiger seine Linie durch. Damit gab es seit März praktisch zwei Lager: Auf der einen Seite Thalhammer und der mit ihm vom ÖFB gekommene Video-Analyst Christian Heidenreich, auf der anderen Serie Pogatetz und Stephan Helm, also  Defensiv- und Offensivtrainer. Einige Spieler folgten Thalhammers Idee, andere der von Pogatetz. Thalhammer vermochte die ganze Mannschaft nicht mehr hinter sich zu bringen. Vor allem nach dem 4:0 in Wolfsberg, bei dem er gesperrt und Pogatetz der Chef in der Coaching Zone war. Also zog er die Konsequenzen, verzichtete auf Pogatetz wegen mangelnder Loyalität, ohne dies so zu kommunizieren.  Das Problem zu lösen wäre in Werners Kompetenzen gefallen. Auch das ist nach seinem Rücktritt hinfällig.

Foto: Servus TV/Neumayr.

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