Fußball

Kalajdzic konnte sich über erstes Tor nach Schulteroperation nicht freuen

Zwei Österreicher-Tore in der deutschen Bundesliga. Eines von Sasa Kalajdzic. Sein erstes nach seiner Schulteroperation, damit auch sein erstes in dieser Saison für den VfB Stuttgart. Wie schon oft nach einer Flanke des Kroaten Borna Sosa per Kopf. So erzielte Kalajdzic den Ausgleich zum 2:2 gegen Eintracht Frankfurt, ein Grund zum spontanen Jubel (Bild oben). Aber am Ende konnte er sich nicht freuen. Wegen der 2:3 (1:1)-Heimpleite, der sechsten Niederlage der Stuttgarter hintereinander, bei der die Torsperre nach 518 Minuten zu Ende ging. Aber das half nichts: „Wir haben zwei Tore nach Standards kassiert, zu viele Fehler gemacht. Auch ich.“ Da dachte er wohl an eine vergebene Chance kurz vor seinem Treffer. Stuttgart blieb Vorletzter und daher weiten mitten im Abstiegskampf.  Auch bei Frankfurts Österreichern war die Stimmung getrübt. Martin Hinteregger spielte nur neun Minuten, Stefan Ilsanker vier weniger. Sie haben bei ihrem Trainer, Landsmann Oliver Glasner, derzeit einen schweren Stand.

Der zweite österreichische Torschütze hieß Michael Gregoritsch. Er hat momentan einen Lauf. Sein fünfter Saisontreffer leitete Augsburgs 2:0 (1:0)-Heimsieg  gegen Union Berlin und den Sieg im Österreicher-Duell gegen Christopher Trimmel ein. Die Vorarbeit für Gregoritsch  lieferte Union-Keeper Andreas Luthe, mit einem Fehlpass beim Herausspielen. So kam der Grazer, der auch einmal die Latte traf, elf Meter vor dem Tor frei zum Schuss. „Die Krönung einer guten Trainingswoche“ strahlte er am Ende. Der Sieg half Augsburg im Kampf gegen den Abstieg. Trimmel wollte von einem Rückschlag im Kampf um die Europacup-Plätze nichts hören: „Unser Ziel bleibt der Klassenerhalt. Wenn der geschafft wird, sehen wir weiter.“

In der nächsten Runde muss Augsburg zu Borussia Mönchengladbach. Der Mannschaft von Adi Hütter gelang mit dem 1:1 (1:1) bei Arminia Bielefeld nicht der erhoffte Befreiungsschlag. „Wir zeigten auf das 0:1 eine Reaktion, das war wichtig“, meinte Hütter, der den an Corona erkrankten Weltmeister Christoph Kramer vorgeben musste, „wenn wir in der zweiten Hälfte unser Konter besser fertig gespielt hätten, wären wir der verdienten Sieger gewesen!“ Stefan Lainer spielte durch, ebenso Patrick Wimmer bei Bielefeld. Alessandro Schöpf kam nach überstandener Krankheit erst nach 62 Minuten.

Zwei Assists von Konrad Laimer reichten für RB Leipzig nicht zu einem Punkt im Spitzenspiel bei Meister Bayern München. Der Salzburger bereitete beim 2:3 (1:2) sowohl den Ausgleich zum 1:1 als auch zum 2:2 vor. Dennoch tauschte Trainer Domenico Tedesco den Mittelfeldmotor, der erstmals in der Bundesliga auf zwei Scorerpunkte in einem Spiel kam, nach 61 Minuten aus. Als der Sky-Report  Laimer bei Interview fragte, ob das nicht seine bisher beste Leistung bei Leipzig gewesen sei, meinte er nur: „Sie war nicht schlecht, aber die Niederlage tut sehr weh!“ Marcel Sabitzer ersetzte bei Bayern ab der 84. Minute Thomas Müller. Matchwinner für Salzburgs Champions League-Gegner war Tormann Manuel Neuer.

Karim Onisiwo gewann mit Mainz das Österreicher-Duell gegen Stefan Posch, Christoph Baumgartner und Florian Grillitsch bei Hoffenheim 2:0 (0:0). Posch spielte bis zur 63 Minute, Grillitsch und Baumgartner wurde nach 62 Minuten eingewechselt. Für Grillitsch war es der erste Einsatz nach  Corona-Pause. Auch ohne den erkrankten Trainer Steffen Baumgart, der selbst in der Heim-Quarantäne vor dem Fernseher aus Aberglauben seine graue Schieber-Mütze trug, kamen Florian Kainz und Dejan Ljubicic mit dem 1. FC Köln durch den 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Freiburg bis auf zwei Punkte an Union Berlin und damit an einen Champions League-Platz heran. Louis Schaub half nur in den letzten neun Minuten mit. Philipp Lienhart hätte das Erfolgserlebnis seiner Landsleute beinahe verhindert: Sein Kopfball streifte die Latte,

Foto: VfB Stuttgart.

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