Fußball

Kann Marco Djuricin nach drei Monaten Pause der Austria helfen?

Mit 17 verließ er 2009 die Jugend des FC Stadlau ,in der er als 14 jähriger mit David Alaba gespielt hatte, übersiedelte ins Nachwuchsinternat von Hertha BSC Berlin, um in Deutschland Karriere zu machen. 2021 ist die Wiener Austria die erste Profistation von Marco Djuricin in seiner Heimatstadt. Davor gab es acht andere in fünf Ländern. Der Stürmer erfüllte die Anforderung, die in Zeiten wie diesen bei Violett die wichtigste ist: Er kostete keine Ablöse, weil er mit dem deutschen Zweitligisten Karlsruhe am 14.Jänner den Vertrag aufgelöst hatte.  Klar, dass General Manager Peter Stöger von einer sehr guten Lösung sprach, die qualitativ im Angriff nach dem Abgang von Alon Turgeman und Bright Edomwonyi weiter hilft. Das muss er auch tun. Aber ehrlich: Djuricin bestritt sein letztes Match am 1.November, pausierte praktisch drei Monate. Die Austria braucht sofort Hilfe, um unter die ersten sechs zu kommen. Da muss die Frage erlaubt sein, ob die von Djuricin kommen kann.

Mit 17 machte er in Deutschland Schlagzeilen. Mit zwei Toren zum Debüt bei Hertha, damals in der zweiten Liga, gegen Obrhausen. „Bild“ ernannte ihn zum Bubi-Bomber, titelte „vom Käfig-Kicker zum Hertha-Star“. Der Sprung gelang dann doch nicht. 2012 versuchte er es ein Jahr lang bei Jahn Regensburg. Es lief auch nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Das gelang dann bei Sturm Graz ab 2013 trotz Kreuzbandriss. Speziell 2014 im Herbst, als Österreichs aktueller Teamchef Franco Foda wieder Trainer wurde. Das war vielleicht die beste Zeit in der Karriere von Marco Djuricin. Nach elf Toren in 18 Spielen griff im Winter Meister Red Bull Salzburg zu. Doch in den Bullen-Stil passte er nicht so recht hinein, Jonathn Soriano war damals die unantastbare Nummer eins in Salzburgs Angriff, dann ritterten der Japaner Takumi Minamino, Djuricin, mitunter auch der Brasilianer Felipe Pires und der Belgier Massimo Bruno um die Plätze. Im Frühjahr 2015 spielt er auch zweimal in Österreichs Nationalteam. Marcel Koller gab hm 13 Minuten beim 5:0 gegen Liechtenstein in Vaduz und die ganz zweite Hälfte beim 1:1 gegen Bosnien im Happel-Stadion.

Im Sommer ging´s von Salzburg in die zweite englische Liga nach Brentford. Nur vier Tore in 23 Spielen, daher die nächste Station als Leihspieler von Salzburg. In Budapest bei Ferencvaros. Elf Tore bei 32 Einsätzen. Nach einem Jahr in die Schweiz zu den Grasshoppers nach Zürich. Dort erzielte er in zwei Saisonen 16 Tore in 50 Spielen und stieg 2019 ab. Karlsruhe kaufte ihn im Sommer 2019 um 300.000 Euro. Sportchef Oliver Kreuzer hatte ihn sechs Jahre zuvor nach Graz zu Sturm geholt. Gegen die Vertragslösung vor drei Wochen hatte Kreuzer keine Einwände. Kein Wunder. Djuricin war in 26 Spielen kein Tor gelungen. Jetzt muss die Austria darauf hoffen, dass er rasch wieder zur Sturm-Form zurückfindet.

Marco Djuricin wählte für sein violettes Kapitel die Rückennummer 92. Nach seinem Geburtsjahr. Vater Goran spielte einst auch bei Austria. In der Saison 1994/95 unter dem strengen Trainer Egon Coordes gemeinsam mit Andi Ogris, Franz Wohlfahrt oder Manfred Zsak. Zuletzt war er Trainer bei Rapid, Blau Weiß  Linz und Grasshoppers Zürich. Man muss Marco wünschen, dass er in Violett viel mehr Glück als der Vater hat: Der wurde bei seinem ersten Meisterschafstspiel für Austria in Mödling, bei dem er zur Startelf gehörte,  an der Ferse ziemlich schwer verletzt, kam danach nur noch zu neun Einsätzen in der Bundesliga und einem Tor.

Foto: FK Austria.

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