Fußball

Kein Tor am Sonntag: Für Martin Hinteregger war das 0:0 wie ein Sieg

Kein Tor in den drei Bundesligaspielen am Sonntag! Weder bei Austria-Klagenfurt gegen Red Bull Salzburg, noch in Innsbruck bei WSG Tirol gegen Hartberg noch in dem mit 19.000 Zuschauern ausverkauften Linzer Stadion. Darauf reagierte die Sky-Moderatorin Constanze Weiss rasch, nannte die Highlightsendung „alle Spiele, keine Tore“ statt wie gewohnt „alle Spiele, alle Tore“. Sky-Experte Marc Janko nahm es im Studio als ehemaliger Torjäger fast persönlich, nicht über einen erzielten Treffer reden zu können. Es passierte erstmals seit Juli 2011, dass in einer Runde drei Spiele 0:0 endeten.

Für Martin Hinteregger (Bild) war es wie ein Sieg beim Bundesligacomeback nach 3087 Tagen beim Debüt für Austria Klagenfurt. Mit ihm gab es nach fünf Niederlagen hintereinander wieder einen Punkt, zu null spielte die Mannschaft von Peter Pacult in dieser Saison zuvor nur zweimal, bei den Auswärtssiegen gegen WSG Tirol und den GAK, daheim zum ersten Mal. Wie erwartet war Hinteregger ein ruhender Pol, warf sich in Schüsse, hatte gute Szenen beim Spiel aus der Abwehr heraus. „Beeindruckend, wie weit er schon ist“, lobte Janko, der jahrelang in der Nationalmannschaft mit ihm gespielt hatte, unter anderem bei der Europameisterschaft 2016. Ein Sieg für Hinteregger war es auch, dass 4980 Zuschauer ins Wörthersee-Stadion kamen. Mehr als erwartet: „Als wäre ich nie fort gewesen“, beurteilte Hinteregger sein Comeback, „die Zweikämpfe waren in Ordnung, mit dem Ball wird es noch besser werden.“ Für Salzburg war der Punkt trotz sechs Ausfällen sicher zu wenig. Mit einem Sieg hätte Salzburg Rapid überholt. Trainer Thomas Letsch bot mit Karim Onisiwo, Innenverteidiger Maximiliano Caufriez und Yorbe Vertessen, der mit Bobby Clark hinter den zwei Spitzen spielte, alle drei Neuen auf. Onisiwo ließ die beste  Chance aus, von Vertessen kamen keine Impulse. Damit muss Letsch weiter auf den ersten Sieg seit Amtsantritt warten. Vielleicht gelingt er nächste Runde daheim gegen WSG Tirol: „Die Mannschaft ist verunsichert, sie muss es selbst zwingen. Dabei hilft uns keiner“, bilanzierte Letsch.

Die Tiroler waren gegen Hartberg dem Sieg näher. Den verhinderte Raphael Sallinger, Hartbergs Kapitän im Tor, schon vor der Pause mit starken Reaktionen. Auch im Linzer Derby hielt ein Tormann das 0:0 fest, Der Tscheche Radek Vitek rettete Blau Weiß im Finish den Punkt, als der LASK nach der roten Karte für Simon Pirkl in den letzten 20 Minuten mit einem Mann mehr stürmte. Damit blieb Blau Weiß drei Punkte vor dem Stadtrivalen, dessen Trainer Makus Schopp von Beginn an Christoph Lang im Angriff mit Max Entrup aufbot, obwohl er erst vier Tage beim LASK war. Aber Schopp kennt ja das Duo, weil sie auch früher unter ihm in Hartberg zusammen spelten. Nach der Pause brachte Schopp mit Valon Berisha, Robert Zulj und Sam Adeniran, dem Siegestorschützen beim Cupaufstieg gegen den LASK, noch Qualität von der Bank, aber es reichte nicht. Schopp war enttäuscht, Blau Weiß-Trainer Gerald Scheiblehner ballte beim Abpfiff die Fäuste. Blau Weiß würde bei Punktegleichheit nach dem Grunddurchgang vor dem LASK liegen, da es im Herbstderby einen 1:0-Heimsieg gab.

Foto: Red Bull Salzburg/Schaad.

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