Fußball

Keine Chance gegen Ecuador: Die Lichtshow war viel besser als Katar

Die Lichtshow samt Feuerwerk zur Eröffnung der umstrittenen Weltmeisterschaft konnte sich sehen lassen. Die bot doch einiges, unter anderem Hollywood-Star Morgan Freeman. Aber Katar Leistung im folgenden ersten Spiel00 hatte kein WM-Niveau. Was Staatschef Tamir bin Hamad al Thani beim 0:2 (0:2) gegen Ecuador in der Ehrenloge des Al Bayr-Stadion im Norden von Doha sah, kann ihm unmöglich gefallen haben. In richtiger WM_Stimmung waren nur die wenigen Fans von Ecuador unter den  60.000 Zuschauern. Je länger das Match dauerte, desto mehr wuchs die Anzahl der leeren Plätze auf den Tribünen. Katar lag schon nach 31 Minuten 0:2 zurück, schaffte die erste torgefährliche Offensivaktion erst knapp vor dem Pausenpfiff. Von der Mannschaft mit der längsten Vorbereitungszeit aller WM-Teilnehmer kam herzlich wenig. Ecuador hatte mehr Qualität und Aggressivität, lief mehr. Wer das Match vor dem TV-Schirm nicht verfolgte, versäumte bei deer ersten Niederlage eines WM-Veranstalters in seinem ersten Spiel wenig bis gar nichts.

Vor sieben Jahren bei der WM in Brasilien war Ecuador nach den Gruppenspielen durch Niederlagen gegen Frankreich und die Schweiz ausgeschieden. Alle drei erzielten Treffer gingen 2014 auf das Konto von Enner Valencia. Ebenso die zwei am Sonntag gegen Katar. Damit erzielte der 33 jährige Kapitän, der älteste Spieler seiner Mannschaft, de letzten fünf WM-Tore von Ecuador, kam in 75 Länderspielen auf 37.  Den Elfmeter, den er zur Führung verwandelte (Bild oben), holte selbst heraus. Katars 32 jähriger Tormann Saad Al-Sheeb, von Beginn weg ein Unsicherheitsfaktor, foulte Valencia. Den West Ham 2014 um 15 Millionen Euro gekauft hatte. In der Premier League setzte er sich weder bei West Ham noch bei Everton durch.  Daher wechselte er nach Mexiko, von dort vor zwei Jahren in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul.  Im Herbst schoss er in 22 Spielen 15 Tore. Im August hatte er beim 4:1 in der Europa League-Qualifikation beim 4:1 gegen Austria einen Elfmeter vergeben. Bei der WM aber nicht.

Bei Ecuador begannen sechs Legionäre aus Europa, drei aus Mexiko, einer aus den USA. 2022 scheint ein gutes Jahr für das Team und seinen argentinischen Teamchef Gustavo Alfaro zu sein: Acht Spiele ohne Niederlage, in den letzten sieben kein Gegentor kassiert. Gegen Nigeria, Kanada, Kapverdsche Inseln, Saudiarabien, Japan, Irak  und Katar. Die wahre Prüfung für die Mannschaft mit dem Durchschnittsalter von 24,8 Jahren kommt erst im zweiten WM-Spiel am kommenden Freitag gegen Holland.

Foto: Reuters.

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