Fußball

Klagenfurt ist anders: Noch drei Jahre mit Pacult

Wiener Klubs muss die Trainerfrage für nächste Saison erst geklärt werden. Während der WM-Pause soll das sowohl bei Rapid (nach der Präsidentenwahl am 26, November) als auch bei der Austria passieren. Nach einer Saisonanalyse, wie Austria AG-Vorstand Gerhard Krisch erklärte. Die Violetten aus Klagenfurt haben sich schon festgelegt. Auf einen Ur-Wiener: Am Tag seines 63. Geburtstags unterschrieb der älteste Trainer der Bundesliga, Peter Pacult, der den Job im Dezember 2020 in der zweien Liga begonnen hatte, für weitere zwei Saisonen, also bis 2025. Dann wäre er fünf Jahre am Wörthersee. Die Zahlen sprechen eindeutig für ihn: Von 71 Spielen mit den Klagenfurtern 34 gewonnen, zwölf weniger verloren. Der bisher letzte Sieg war das 1:0 bei seinem Ex-Klub Rapid, bei dem er fünf Jahre im Amt war, mit dem er den bisher letzten Meistertitel gewonnen hatte.

Vor 22 Monaten empfing Pacult viel Skepsis in Klagenfurt, auch von der Medienlandschaft. Die Zeiten haben sich geändert. Für ihn sprechen die Rückkehr in die Bundesliga, als Aufsteiger der Sprung in die Meisterrunde und diese Saison der aktuelle vierte Platz, mit dem Klagenfurt die Nummer eins in Kärnten ist. Wolfsberg liegt nur auf Rang acht. Samstag kann Klagenfurt seine Position mit einem Heimsieg gegen WSG Tirol festigen. „Pacult ist ein Glücksfall für den Klub“, lobte Vorstand Matthias Imhof. Er kennt Pacult seit den neunziger Jahren, seit gemeinsamen Spielerzeiten bei 1860 München. Bei den Löwen sass Pacult noch länger auf der Trainerbank als bei Rapid: Zunächst fünf Jahr als Assistent von Werner Lorant, von 2001 bis 2003 als Chef. Damals spielte 1860 München noch in der Bundesliga.

Klagenfurt liegt derzeit drei Punkte vor Rapid. Grün-Weiß muss Samstag bei Aufsteiger Austria Lustenau seinen Befreiungsschlag, der Mittwoch mit dem 5:1 gegen Hartberg begann, fortsetzen. Gegen den Letzten hatte Rapid 27 Torschüsse. So viele wie zuletzt am 29. November 2020 beim 1:1 im Derby gegen die Austria. Punkto hohe Balleroberungen, also innerhalb von 40 Metern vor dem gegnerischen Tor, wandelte Rapid sogar auf den Spuren von Meister Red Bull Salzburg: 103 bedeutete den zweitbesten Wert in dieser Saison. Einen besseren hatten nur die Salzburger (115). Die Samstag im letzten Heimspiel des Jahres gegen Hartberg schon an den Mittwoch, an das „Finale“ in der Champions League gegen Milan im Meazza-Stadion denken werden. Daher dürfte Traienr Matthias Jaissle Innenverteidiger Oumar Solet wegen dessen Oberschenkelverletzung weiter schonen, obwohl Strahinja Pavlovic gesperrt ist.

Foto: Gepa/Admiral.

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