Fußball

Kommt Stöger zur Austria, ist das „Dortmund-Modell“ ein violettes Thema

Es gibt kaum einen Fußballdiskussion der deutschen TV-Sender, in die Peter Stöger in den letzten Wochen nicht eingeladen war. Der ehemalige Trainer des 1.FC Köln, der den Traditionsklub aus der zweiten Liga bis in die Europa League führte, danach Borussia Dortmund von Platz acht in die Champions League, hat eben immer etwas interessantes zu sagen. So auch Montag Abend im Wiener Sky-Studio bei „Talk und Tore“ gemeinsam mit Teamchef Franco Foda. Dabei verriet er, dass sein nächster Job eine emotionelle Geschichte sein soll, die ihn reizt und zu ihm passt, bei der die Vorstellungen der Klubchefs kompatibel mit seiner Einschätzung der Lage sein müssten.  Das Comeback bei Austria kann er sich vorstellen, aber nicht als Trainer. Bei Violett war er ja auch schon Sportchef und dabei 2006 ebenso Meister wie sieben Jahre später auf der Trainerbank.  Danach entschied er sich zum Wechsel nach Köln, weil damals die Austria die Bereitschaft, ihn vom Trainer zum Sportchef zu befördern, in Person des damaligen Präsidenten Wolfgang Katzian wieder zurückzog.

Jetzt kann er sich wieder vorstellen, bei Austria in einem Bereich zu arbeiten, in dem es gilt, erfolgversprechende Konzepte zu entwickeln. Aber hat in Deutschland noch einige andere Dinge laufen, die in Richtung Trainer gehen. Aber in der Bundesliga gibt es aktull den Trend, auf neue Namen, die bisher im Nachwuchs arbeiteten, zu setzen. So machte Hertha BSC Berlin seinen U23-Trainer Ante Covic zum Nachfolger von Pal Dardai, bestellte VfB Stuttgart den 43jährigen Tim Walter, der vor seiner Saison bei Zweitligist Holstein Kiel drei Jahre lang bei Bayern München die U 17 und Amateure trainiert hatte.Seit Sonntag gibt´s eine neue Stelle zu vergeben: Beim Hamburger SV, der trotz 28,5 Millionen-Budget die Rückkehr in die Bundesliga blamabel verspielte. Wie der 1.FC Köln in der Saison, bevor Stöger kam. Dass er an Jobs bei Traditionsklubs interessiert ist, gilt als offenes Geheimnis. Vielleicht erinnern sich in Hamburg in der schwierigen, fast chaotischen Situation Boss Bernd Hoffmann und Sportchef Ralf Becker daran, wie souverän Stöger 2013 die schwierige Aufstiegsmission in der Domstadt Köln gemeistert hatte.

Das könnte Stögers Rückkehr zur Austria verhindern. Über die Präsident Frank Hensel und AG-Vorstand Markus Kraetschmer  mit ihm redeten, Dabei auch erfuhren, dass er seinen Herzensklub auf neue sportliche Beine stellen würde, um ihn in eine bessere Zukunft zu führen. Stöger schwebt das Modell vor, dass  er bei seinen deutschen Klubs, speziell in Dortmund kennen lernte.Die Borussia gilt als eine Art Partnerklub für Violett, kam deshalb letztes Jahr  zur Eröffnung der neuen Generali-Arena nach Wien. Kraetschmer tauscht sich  mit Hans Joachim Watzke, dem Vorsitzenden der Dortmunder Geschäftsführung regelmäßig aus, außer  wenn der nicht gerade wie aktuell Stress im Titelkampf hat. Beim Dortmunder Modell gibt es  einen Direktor Sport, der Michael Zorc heißt, einen Leiter der Lizenzspielerabteilung (Sebastian Kehl) so wie einen Leiter des Scoutings, der auch Kaderplaner ist, namens Markus Pilawa. Noch breiter gestellt ist im Vergleich  Eintracht Frankfurt, der Klub von Adi Hütter und Martin Hinteregger: Ein Sportvorstand (Fredi Bobic), ein Sportdirektor (Bruno Hübner), ein Chefscout und Kaderplaner (Ben Manga), dazu noch ein technischer Direktor der Profis und ein Teammanager.

Zurück zum Dortmunder Modell in violetter Ausführung, falls Stöger nach sechs Jahren an den Favoritner Verteilerkreis zurückkehrt, das auch einiges mehr als die derzeitige Variante mit Sprorchef Ralf Muhr und dem Trainerteam kosten würde:  Stöger hätte die Funktion wie Zorc in Dortmund oder Bobic in Frankfurt, wäre auf einer Stufe mit Kraetschmer. Und hätte unter sich noch einen Sportchef und einen Kaderplaner. Die natürlich er bestimmt.  Ebenso wie den Trainer. Sollt die Austria vor Saisonende bereits einen Trainer für nächste Saison bestimmen, wäre das ein Indiz dafür, dass es mit Stögers Comeback doch nichts wird. Stöger hat eine Einladung zum violetten Spiel der Spiele gegen Wolfsberg mit Austrias Trainerkandidat Christian Ilzer. Bei Violett wird Innenverteidiger Christian  Schoissengeyr fehlen, da er in Graz beim 2:1 gegen Sturm einen Riss des Syndesmosisbands erlitt, Mittwoch operiert und monatelang ausfallen wird. Ob Stöger die Einladung annehmen und Sonntag in die Generali Arena kommen wird? Er weiß es noch nicht.

Foto: © dpa.

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