Fußball

Kühbauer träumt nicht von Titelkampf: Aber Marsch erwartet, dass Rapid jedes Spiel gewinnen kann

Rapid als einzige Mannschaft, die in diesem Kalenderjahr sechs Siege feierte, seit Mittwoch Abend nur noch fünf Punkte hinter Red Bull Salzburg. Daher wollten einige schon einen Titelkampf zwischen Grün-Weiß und dem Meister konstruieren, der dramatisch werden könnte, sollte Rapid seine Erfolgsserie Sonntag und Mittwoch im Hütteldorfer Allianz-Stadion prolongieren. Zunächst im „Retourspiel“ gegen Hartberg, dann mit dem ersten Sieg gegen Salzburg nach bisher vier Niederlagen in dieser Saison. „Träumen darf man“, meinte Jahrhundertrapidler Hans Krankl im „Sky“-Studio, um gleich hinzuzufügen, nicht daran zu glauben, dass es für den souveränen Tabellenführer nochmals eng werden könnte. Anders sah es Salzburgs Trainer Jesse Marsch in Wolfsberg: „Rapid hat eine starke Mannschaft und dieses Gefühl jetzt“, glaubte der Amerikaner, „im Moment müssen wir erwarten, dass Rapid jedes Spiel gewinnen kann!“ Also auch gegen Salzburg. So dramatisch sah es Innenverteidiger Andre Ramalho, laut Marsch in der Form seines Lebens, hingegen nicht: „Ganz ehrlich, Rapid interessiert mich nicht. Wir schauen nur auf uns. Das ist wichtig! Ich vertraue uns tausendprozentig!“

Didi Kühbauer interessierte nach dem ersten Saisonsieg über Hartberg andere Dinge mehr als über einen möglichen Titelkampf zu reden: „Selbst, wenn mir irgendjemand die Pistole an die Brust setzt, wird es von mir kein Wort dazu geben“ behauptete er. Ähnliches gilt für Prognosen über die  Chancen auf Platz zwei: „Wir tun gut daran, nicht an Salzburg zu denken, sondern nur an Hartberg“. Zumal Kevin Arase mit der beim Crash mit Tobais Kainz erlittenen Gehirnerschütterung ausfallen wird, obwohl er danach mit riesigem „Turban“ am Kopf aufd er Tribüne das Match verfolgte (Bild oben), nachher bei der Gratulation für die siegreichen Mitspieler schon wieder munter wirkte. Ebenfalls fix ist, das von der  Ausfallsliste kein Verletzter zurückkommen wird. Weder Tormann Richard Strebinger noch Innenverteidiger Matteo Barac noch Kreativspieler Thomas Murg. Neu dazu kommt nur der gesperrt gewesene Dejan Ljubicic. Aber das ist ja immerhin etwas, denn er war der herausragende Rapidler nac h der Corona-Pause.

Bei Torjäger Taxiarchis Fountas und Tormann Tobias Knoflach, der beim Aufwärmen wegen Achillesehnen-Problemen passte musste, fällt die Entscheidung erst Sonntag. Paul Gartler bewies aber in Hartberg, dass auch Rapid Nummer drei in der Torhüter-Hierarchie durchaus bundesligatauglich ist. Wenn die medizinische Abteilung Rapids die Wadenprobleme von Fountas bis Sonntag in den Griff bekommen sollet, wäre dies nicht nur für Kühbauer eher schon beruhigend: Wenn der Grieche trifft, dann verliert Rapid nicht. Das zeigt sich bei all seinen bisher 17 Saisontoren. Auf die folgten zehn Siege und vier Unentschieden. Die Rechnung stimmt, da der Grieche dreimal für einen Doppelpack sorgte.

Foto: SK Rapid.

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