Fußball

LASK jubelt über Robert Zulj: Wird er zum Königstransfer?

Gerüchte gab es seit Wochen. LASK-Sportchef Radovan Vujanovic dementierte sie stets, Sonntag lachte er von einem Foto von Robert Zulj mit dem LASK-Dress: Der 30 jährige Offensivspieler, ein Oberösterreicher, ist der sechste namhafte Neuzugang der Linzer nach Filip Stojkovic von Rapid, dem ehemaligen griechischen Torschützenkönig Efthimsos Kolouris von Atromitos Athen, dem kroatischen Stürmertalent Marin Ljubicic, dem deutschen Innenverteidiger Philipp Ziereis von St. Pauli und Mittelfeldspieler Nemanja Celic von Darmstadt. Unterstreicht zugleich den Anspruch des Traditionsklubs, mit der Eröffnung des neuen Linzer Stadions im Frühjahr 2023 auch wieder einen Europacup-Platz zu erkämpfen. Zulj unterschrieb für drei Jahre bis 2025, kehrt nach acht Jahren im Ausland in die engere Heimat zurück. Der LASK sieht in ihm sogar den Königstransfer, glaubt, dass damit ein großer Coup gelungen ist: „Robert ist ein sehr gefragter Spieler, es war herausfordernd, sich in den Verhandlungen durchzusetzen“, lobte Präsident Siegmund Gruber Vujanovic. Trainer Didi Kühbauer sieht in Zulj einen absoluten Führungsspieler, der die Qualität im Kader definitiv anheben wird und offensiv alle Positionen bekleiden kann.

Nach seiner Zeit in der Linzer Akademie spielte sich Zulj bei Ried von 2010 bis 2013 in den Blickpunkt, im Jänner 2014 hotle ihn Meister Red Bull Salzburg. Gab ihn nach sechs Monaten wieder ab, weil er den Vorstellungen von Trainer Roger Schmidt in Sachen Tempo nicht entsprach. Drei Jahre spielte er in der zweiten deutschen Liga bei Greuter Fürth, ehe er bei Hoffenheim eine Chance in der Bundesliga bekam. Das funktioniert nicht, daher wechselte er auf Leihbasis wieder in die zweite Liga zu Union Berlin. Nach einem Jahr ein neuer Anlauf in Hoffenheim, der wiederum nicht klappte. Daher ab Jänner 2020 zu Bochum. Auf den Wechsel folgten die besten eineinhalb Jahre in seiner Karriere. Er wuchs mit 15 Toren und 14 Assists zur herausragenden Zentralfigur in der Aufstiegssaison 2020/21, entschied sich dann aber für ein lukratives Angebot aus den Arabischen Emiraten.  Al-Ittihad Kaiba zahlte für ihn 350.000 Euro Ablöse. Auch aus privaten Gründe entschloss sich Zulj schon im Frühjahr zur Rückkehr nach Europa.

Er bekam beim LASK das Trikot mit der Nummer zehn, der des Spielmachers. Ob er die großen Erwartungen erfüllen kann? Mit Sascha Horvath hat der LASK einen ähnlichen Spielertyp mit guten Qualitäten. Wenn man es genau nimmt, verlief die Laufbahn von Zuljs einem Jahr jüngeren Bruders Peter erfolgreicher. Der gewann mit Sturm Graz einen Titel (Cupsieger 2018), kam auf elf Spiele in Österreichs Nationalteam. Robert hingegen auf keines, nur auf 17 Einsätze in Österreichs U 21. Abwarten, ob er jetzt die hohen Erwartungen erfüllen kann. Peter Zulj begann seine im Jänner 2019 Legionärszeit. Zunächst zwei Jahre Belgien (Anderlecht), dann die Türkei (Göztepe Izmir, Basaksehir), im Frühjahr an den ungarischen Klub Fehervar verliehen, jetzt wieder zurück bei Basaksehir, wo sein Vertrag noch zwei Jahre läuft. Der Lieblingsklub von Staatschef Recep Erdogan holte dieser Tage den beim Lokalrivalen Fenerbahce aussortierten deutschen Weltmeister Mesut Özil.

Nicht so spektakulär ist Wolfsbergs letzte Neueinkauf, auch wenn der 21 jährige Linksverteidiger Matteo Anzolin aus der U 23 von Juventus Turin kommt.  Er spielte zweimal in Italiens U 19. Den georgischen Linksverteidiger Guram Giorbelidze gab Wolfsberg an den polnischen Klub Zaglebie Lubin ab. In der ersten Cuprunde gab sich Wolfsbergs New-Look keine Blöße, gewann in Kuchl 4:1 (2:1) mit zwei Toren des Israeli Tai Daribo und einem von Neuerwerbung Konstantin Kerschbaumer. Mit Vorwärts Steyr (0:1 bei Hertha Wels) verabschiedete sich nach der Vienna ein zweiter Zweitligist, Bundesliga-Absteiger Admira setzte sich im Niederösterreich-Derby bei Purgstall mit 4:2 (2:0) durch,

Foto: LASK.

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