Fußball

Lindner machte zum Einstand Sions ersten Startsieg seit 2017 möglich

Eigentlich war alles so wie in der vergangenen Saison. Heinz Lindner machte mit herausragenden Reaktionen einen Sieg in der Schweizer Super League möglich. Der Unterschied: Nicht mehr für den FC Basel, sondern erstmals für den FC Sion. An seinem 32. Geburtstag waren drei Paraden von Österreichs Teamkeeper (Bild oben) entscheidend, dass sein neuer Klub im Tessin bei Lugano 3:2 (1:0) gewann. Das zweite Tor kassierte Lindner erst eine Minute vor Schlusspfiff. Der „Blick“ kürte ihn wieder einmal zum Mann des Spiels. Damit feierten die Walliser erstmals seit fünf Jahren einen Startsieg in der ersten Runde, liegen damit vor Basel, was Lindner sicher nicht ärgern wird.  Denn sein als Titelfavorit gestartete Ex-Klub schaffte beim Aufsteiger Winterthur, der nach 37 Jahren in die höchste Spielklasse zurückkehrte, nur ein 1:1 (0:1). Der Gegner bei Lindners Heimdebüt am nächsten Sonntag ist Spitzenklub Young Boys Bern, dere erste Tabellenführer der neuen Saison. Das To der Runde, vielleicht schon der Saison, fiel zum 1:0 (1:0) von Servette Genf gegen FC St. Gallen: Torschütze Ronny Rodelin traf aus 47 (!) Metern, von der Seitenlinie nahe der Mittellinie. Er überhob den weit vor seinem Tor stehenden Ex-Liefering-Tormann Lawrence Ati-Zigi.

Ganz schlecht verlief der Einstand von Österreichs Ex-Teamchef Franco Foda beim Meister FC Zürich mit einem 0:4 (0:0)-Debakel auf Kunstrasen bei Young Boys Bern. Nach 55 Minuten vergab Zürich bei 0:0 durch Antonio Marchesiano einen Handselfmeter, zerfiel danach, völlig, bekam von der 62. bis zur 85. Minute vier Treffer. Nach dem ersten stellte Foda von Dreierkette auf Vieretabwehr um, das ging ins Auge: „Wir haben keine Zeit, etwas Neues richtig einzustudieren“, klagte Foda. Dienstag beginnt für den FC Zürich in Aserbaidschan gegen Qarabag Agdam die Qualifikation für die Champions League. Die Vorgabe ist eine Gruppenphase, egal ob Champions oder Europa League.  Zürich müsste zwei Hürden nehmen, um in die Play offs zu kommen.

Durchwachsen verlief die Startrunde der zweiten deutschen Liga für Österreichs Legionäre. Über Siege konnten sich nur U-21-Teamspieler Christoph Klarer mit Fortuna Düsseldorf (2:1 bei Aufsteiger Magdeburg) und Regensburg-Tormann Dejan Stojanovic (2:0 gegen Darmstadt, wo Flügelflitzer Matthias Honsak mit einem Knochenödem im Rücken monatelang ausfallen wird) freuen. Ex-Austria-Stürmer Benedikt Pichler holte für Holstein Kiel den Elfmeter heraus, mit dem der Ausgleich zum 2:2 bei Bundesliga-Absteiger Fürth gelang. Der zweite Absteiger, Arminia Bielefeld, verlor trotz eines Tors des Ex-Salzburger Masaya Okugawa mit Manuel Prietl und Christian Gebauer als Joker in Sandhausen 1:2 (0:1). Louis Schaub kassierte mit Hannover 96 Freitag im ausverkauften Eröffnungsspiel bei Aufsteiger Kaiserslautern am Betzenberg in der 92. Minute das Tor zum 1:2 (0:1). Star genug, um im Aufstiegskampf mitzumischen, wirkte Hannover an diesem Abend nicht: „Wir müssen uns selbst an der Nase nehmen“, gestand Schaub. Am schlimmsten erging es Ex-Rapidler Kelvin Arase mit Karlsruhe in Paderborn.  Beim 0:5 (0:2) wurde er in der 73. Minute eingewechselt. Da stand es bereits 0:4.

Foto: FC Basel.

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