Fußball

Höchster Sieg seit zehn Monaten: Über Glasners 3:0-Einstand waren alle glücklich

Ralph Hasenhüttls vierjährige Trainerära bei Southampton hatte am 8. Dezember 2018 mit einer 0:1-Niederlage in Cardiff begonnen. Oliver Glasner startete Samstag seine bei Crystal Palace vor 26.000 Zuschauern, die ihn wohlwollend mit viel Beifall begrüßten, im Selhurst-Park, mit einem 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Vorletzten Burnley. Erst zum dritten Mal in 26 Runden erzielte Crystal Palace drei Treffer, es war der höchste Sieg seit zehn Monaten, seit April letzten Jahres, dem 5:1 bei Absteiger Leeds. Glasner änderte die Mannschaft gegenüber dem 1:1 gegen Everton, das er von der Tribüne beobachtete, nicht. Ab der 35. Minute spielte Burnley nur noch mit neun Feldspielern, trotz Dauerdruck musste Glasner bis zur 68. Minute auf die Erlösung warten. Die gab es nach der gefühlt 50. Flanke in den Burnley-Strafraum durch Innenverteidiger Chris Richards, einen 23 jährigen amerikanischen Teamspieler. Den kennt Glasner bereits aus seiner Deutschland-Zeit. Da spielte Richards als Bayern-Leihgabe bei Hoffenheim, im Sommer 2022 kaufe ihn Crystal Palace um zwölf Millionen Euro. Samstag erzielte er sein erstes Tor in der Premier League, Glasner ballte danach die Fäuste. Die weiteren Treffer erzielten in den nächsten elf Minuten Ghana-Stürmer Jordan Ayew in seinem 200. Spiel für Crystal Palace sowie der Franzose Jean Philipp Mateta aus einem Elfmeter. Glasner konnte seinen „winning start“ lange genießen: Es gab zwölf Minuten Nachspielzeit. „Wichtig war, dass wir nicht die Geduld verloren. Wir spielten schon vor der roten Karte dominant, sehr stark, ließen defensiv gar nichts zu!“ Vom Trainer bis zu den singenden Fans, allen waren über Glasners Einstand alle froh.

In Deutschland gab es zwei österreichische Sieger: Stefan Lainer gewann in seinem ersten Spiel, bei dem er seit der Krebsdiagnose im letzten Juli zu den ersten elf gehörte, mit Mönchengladbach gegen Bochum 5:2 (2:0). Es war der erste Sieg von Mönchengladbach in diesem Jahr, zugleich das erste Spiel von Max Wöber nach seiner Lungenentzündung über die volle Distanz. Nikola Dovedan kam bei Heidenheim erstmals seit September von Beginn an zum Einsatz, insgesamt zum zweiten Mal. Zudem wurde der Ex-Austrianer elfmal eingewechselt. Beim 2:2 gegen Union Berlin in der alten Försterei bedankte er sich bei Trainer Frank Schmidt für die Chance mit dem Tor zur 1:0-Führung. Union-Kapitän Christopher Trimmel wurde an seinem 37. Geburtstag nach 72 Minuten eingewechselt. Nur zu einem 1:1 (1:1) kam Romano Schmid mit Werder Bremen daheim gegen den Letzten Darmstadt. Einen unerwarteten Punkt im Kampf gegen den Abstieg holten Florian Kainz und Dejan Ljubicic mit dem 1. FC Köln beim Dritten VfB Stuttgart. Den Ausgleich erzielte Ex-Austrianer Eric Martel.

Dank Harry Kane beendete Bayern München seine schwarze Serie. Nach drei sieglosen Partien gelang im erste Match nach der Bekanntgabe der Trennung von Trainer Thomas Tuchel mit Saisonende ein 2:1 (0:0) gegen RB Leipzig. Das Englands Teamkapitän in der 91. Minute mit seinem zweiten Treffer möglich machte. Drei Österreicher waren dabei: Konrad Laimer feierte bei Bayer nach 65 Minuten sein Comeback nach dreiwöchiger Pause, ersetzte Thomas Müller. Da stand es noch 1:0, ehe der Ex-Salzburger Benjamin Sesko ausglich. Bei RB Leipzig spielte Xaver Schlager durch, Christoph Baumgartner wurde erst nach Kanes Siegestor in der Nachspielzeit eingewechselt.

Foto: Crystal Palace.

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