Fußball

Lewandowski bleibt Herzog nicht erspart

Belgien, Italien, die Ukraine, Spanien, Polen und Russland sind bereits fix für die Europameisterschaft qualifiziert, Österreich wird Samstag nach dem Heimspiel gegen Nordmazedonien dazu kommen, Dass Teamchef Franco Foda noch auf die Euphoriebremse tritt, ist verständlich. Die Devise während der Vorbereitung im Avita-Hotel von Bad Tatzmannsdorf heißt: Mit einer überzeugenden Leistung gewinnen und das EM-Ticket lösen. Denn all wissen: Nach einem Unentschieden, das auch reicht, würde Samstag im Happel-Stadion nicht die große Partystimmung herrschen.  Ein Punkt wäre Samstag hingegen für Andi Herzog (Bild oben) mit Israel gegen die fix qualifizierten Polen bereits ein Erfolg. Er will Samstag und  Dienstag in Skopje gegen die Mazedonier noch Platz drei erobern.

Israel hat seit vergangener Woche mit den 47jährigen Unternehmer Oren Hason  neuen Präsidenten. Sportchef Willi Ruttensteiner wertete die ersten Gespräche mit seinem neuen Boss als durchaus positiv. Die Frage nach der Zukunft von Teamchef Herzog wird erst wieder ins Gespräch kommen, wenn die Qualifikation vorbei ist. Das wird, wie es derzeit aussieht, nach dem Nations League-Playoff um die letzten vier EM-Tickets im kommenden Frühjahr sein: „Die Entscheidung muss rechtzeitig fallen, damit ich noch Zeit zum Agieren habe, sollte es nötig sein“, meinte Ruttensteiner. Er hat deponiert, mit Herzog weiter machen zu wollen. Das weiß der Teamchef. Aber Herzog hat sich noch nicht entschieden, ist weiter am überlegen. Nicht wegen Problemen mit der Mannschaft, die es nicht gibt, sondern aus familiären Gründen. Die Trennung von der Familie dauert  schon acht Jahre, wenn an die Zeit als Assistent von Amerikas Teamchef Jürgen Klinsmann dazu rechnet.

Das Match gegen Polen ist das erste in Herzogs Ära, das in Jerusalem ausgetragen wird. Im nach dem ehemaligen Bürgermeister Teddy Kollek benannten Teddy-Stadium. Herzogs Hoffnung, dass ihm Polens Weltklassetorjäger Robert Lewandowski als Gegner erspart bleibt, erfüllte sich nicht. Er muss sich zwar einer Leistenoperation unterziehen, aber das wird nach Absprache mit Bayerns Trainer Hansi Flick erst vor der Winterpause passieren. Zur Diskussion stand auch die jetzige Lnderspielpause. Aber offenbar will Polens Kapitän auch bei den letzten zwei Partien in der Qualifikation in Israel und gegen Slowenien in Warschau dabei sein. um seinen Bayern-Lauf im Teamdress fortzusetzen. Bei Bayern traf  der 31 jährige diese Saison in jedem Pflichtspiel, bei Polen nur dreimal beim 3:0 in Lettland. In Slowenien sowie gegen Österreich und Nordmazedonien war er leer ausgegangen.

Herzog muss in den letzten zwei Partien zwei Legionäre vorgeben: Den schneller Manor Solomon von Ukraine-Meister Schachtjor Donezk („das tut uns schon sehr weh“) sowie Hatem Elhamed, den Verteidiger von Schottlands Meister Celtic Glasgow. Wolfsbergs Torjäger Shon Weissman ist ebenso dabei wie der Ex-Salzburger Munas Dabbur.

Foto: Instagram.

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