Fußball

Der zweite offene Brief im Rapid-Wahlkampf

Bevor sich Martin Bruckner und Roland Schmid, die Kandidaten im Rapid-Präsidentenwahlkampf, im „Talk und Tore“ von Sky präsentierten, ohne dass sich dabei große Unterschiede zeigten, gab es den zweiten offenen Brief. Diesmal ohne Wahlempfehlung für Schmid wie eineinhalb Wochen zuvor von sieben Rapid-Legenden, darunter Hans Krankl, Ernst Dokupil und Peter Pacult. Der Industrielle Michael Tojner, der den Montana Konzern mit 1,4 Milliarden Euro aufbaute. legte seine Pläne dar, sprach in dem Brief an das grün-weiße Präsidium auch die Vorwürfe an, die gegen ihn in Zusammenhang mit Immobiliengeschäften laufen. Die sieht der derzeit ins sachlicher Aufklärung und sie sollten keinen Einfluss auf das Engagement bei Rapid haben.

Mit seinem Paradeunternehmen Varta ist Tojner bereits der Hauptsponsor des U15-Teams, Er will sich beim Bau der Rapid-Akademie engagieren, die internationalen Maßstäben gerecht werden müsse. Nach Tojners Plänen müsste man mit Baukosten zwischen 25 und 30 Millionen Euro rechnen, das Budget für den Nachwuchs sollte von derzeit 1,5 auf fünf Millionen angehoben werden. Er würde dazu sein eigenes Geld zur Verfügung stellen. Denn die derzeitigen Trainingsbedingungen für den Nachwuchs sieht Tojner als inakzeptabel. Tojner versicherte in dem offenen Brief, keine wirtschaftlichen Interessen an Rapid zu haben, Fußball wäre für ihn eure Leidenschaft, aber kein Geschäftsmodell.  Tojner schwebt für die neue Akademie  ein Partnerschaftsmodell vor, das über das reine Sponsoring hinausgeht, Das brauche aber Vertrauen zum Nachfolger von Michael Krammer als  Präsidenten, zum neuen Präsidium und dessen Vision. Er kündigte aber an, sein Sponsoring für Grün-Weiß fortzusetzen und den Verein bestmöglich weiter zu unterstützen, egal wie die Wahl am 25 November ausgeht. Und auch, wenn auf seine Ideen und sein Geld kein Wert gelegt wird, werde er ein Rapidler bleiben.

Das klingt alles sehr „harmlos“ und neutral. Tojner gibt keine Wahlempfehlung für Bruckner oder  Schmid ab. Bisher hieß es ja, seine Millionen würden nur fließen, wenn Bruckner nicht auf Krammer folgt. Aber wer etwas zwischen den Zeilen liest, bemerkt doch eine Tendenz zu Schmid. Die es  auch bei den Sky-Zusehern gab. Beim Voting, wen sie als Präsidenten wollen, stimmten während der Sendung über 60 Prozent für Schmid. Viele aus dem Lager der Rapid-Ultras haben sich demnach „Talk und Tore“ nicht angesehen. Denn die gaben bereits letzten Freitag eine Wahlempfehlung für Bruckner ab, Der nächsten Akzent im Wahlkampf steigt Donnerstag im Allianz-Stadion mit den Geschäftsführern Zoran Barisic und Christoph Peschek  sowie Raphael Landthaler,dem Direktor der Finanzen, der sich um den Job als Ligavorstand bewarb.  Dabei geht es um die Veröffentlichung des Geschäftsberichts für die Saison 2018/19, die satzungsgemäß bis zehn Tage vor der Hauptversammlung zu erfolgen hat. Dass dies via Pressekonferenz passieren muss, steht aber nirgend geschrieben.  Da wird es wohl um Peschek und eine Erfolgszahlen gehen. Dazu gibt es eine Bilanz von Barisic nach seinen ersten sechs Monaten im Amt. Clever von ihm ist es nicht, sich aus Loyalität zu Peschek in den Wahlkampf hineinziehen zu lassen, in dem sich inzwischen alle schon zu ihm bekannten.  Da hatte „Zoki“ schon bessere Ideen.

Foto: SK Rapid Media.

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