Fußball

Fusion im Rapid-Wahlkampf zur teilweisen Entmündigung von Barisic

Weiter kein Sieg für Rapid in der Bundesliga gegen einen Klub aus den Top drei, gegen Red Bull Salzburg, LASK und Wolfsberg, sondern nur ein Punkt aus vier Spielen in den ersten zwölf Runden. Und auch keine neue Mitteilung aus dem grün-weißen Wahlkomitee. Nur die zweite, dass noch keine Entscheidung darüber fiel, welche  der drei Listen am 25.November zur Wahl des Nachfolgers von Michael Krammer als Präsident zugelassen wird. Das ist die offizielle Version. In Wahrheit wird eine Abstimmung nicht zu verhindern sein. Im Hintergrund ist derzeit eine Fusion der Listen von Robert Grüneis und Roland Schmid gegen die des amtierenden Präsidiumsmitglieds Martin Bruckner im Gange, so gut wie vollzogen. Bruckner plant,  nicht alles bestehende über den Haufen zu werfen, hat in seinem Team ohnehin fünf neue Gesichter.  Von den drei „alten“ sind die Verdienste von Brucker und Vizepräsident Nikolaus Rosenauer um den Stadion-Neubau unbestritten.

Bruckner bekennt sich auch zum erst im Frühjahr vom amtierenden Präsidium unter Krammer bestellten Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic. Dem kann keiner vorwerfen, bisher keinen guten Job gemacht zu haben. Ein Millionenplus in der Transferbilanz, den Kader wie vorgeschrieben billiger gemacht, aber  dabei besser und effizienter. Die Listen von Grüneis und Schmid zielen aber auf eine Teilentmündigung des populären Barisic, die sportlichen Entscheidungen sollen nach diesen Plänen nur im Präsidium fallen. Was Barisic kaum akzeptieren kann und wird, weil dies in seinem Vertrag anders steht. Sollten die Liste von Grüneis und Schmid zum Zug kommen, sieht die Zukunft von Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek noch problematischer aus. Was dem grün-weißen Fansektor gar nicht gefallen wird, der bei Peschek stets ein größtmögliches Verständnis fand. Wenn nicht noch mehr.

Mit Beginn am nächsten Montag dürfen die Listen ihrer Konzepte nach außen hin kommunizieren. Bis dahin war mit dem Wahlkomitee Schweigen vereinbart, an das sich bisher alle drei Kandidaten mehr oder weniger hielten. Das werden bis zum Wahltermin interessante zweieinhalb Wochen. Weil vor allem die vereingte Liste Grüneis-Schmid gefordert sein wird, ihre Zusammensetzung offen zulegen und vor allem stichhaltige Argumente für ihre Forderung nach totaler Erneuerung zu liefern. Abwarten, ob das gelingt. Zum Knackpunkt könnte der Umgang mit Fans und Mitgliedern werden. Wo die rote Linie gezogen wird, damit sich ähnliche Vorfälle wie Ende September im Cupspiel gegen Red Bull Salzburg mit den schlimmen Transparenten gegen Ex-Rapidler Max Wöber nicht wiederholen. Und auch nicht mehr vorkommen kann, das  Fanvertreter mit einer entsprechenden Akkreditierung vier Tage später beim Heimspiel gegen Hartberg in den VIP-Club marschierten und ein Transparent mit einer Entschuldigung bei Wöbers Familie entfernten. Danach fehlte eine klare Distanzierung von Seiten Rapids. Das darf nicht wieder vorkommen. Egal, welche Liste am 25.November gewinnen sollte.

 

 

Foto: Facebook.

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