Fußball

Lindenberger und Hochhauser gehören zu Herzogs Israel-Staff

Seit Wochen wurden davon gemunkelt, Sonntag Abend machte es Klaus Lindenberger via Facebook samt Foto offiziell: Nach dreieinhalb Jahren bei Österreichs Team gehört er ab sofort zum Trainerstab von Israels Teamchef auf Österreich, Andreas Herzog. Hinter dem Wechsel steht auch Israels neuer Sportchef aus Österreich, Willi Ruttensteiner. Der noch einen Landsmann aus der Oberösterreich-Connection an seine und Herzogs Seite holte, um Israels Team  voran zu bringen: Heinz Hochhauser arbeitet früher in Österreich bei Marcel Koller als Scout für die Israelis.

„Ich hörte schon einige Zeit, dass sich Klaus beim Team nicht mehr so wohl fühlt wie früher“, bemerkte Ruttensteiner. Also knüpfte er  Kontakte, zumal er Lindenberger gut kennt, als Östereichs Sportchef Lindenbergers Arbeit  bei Österreichs Team in der Vergangenheit schätzte: „Ich hab´ihn ir auch in der Trainerausbildung  angeschaut. Hat alls Hand und Fuß, was  er machte. Er kann die Dinge sehr gut erklären.“ Gerade, dass  Ruttensteiners Nachfolger im ÖFB, Peter Schöttel, und Dominik Thalhmamer als Chef der Trainerausbildung ihm diese Sparte für die Torhtüer wegnahmen und an Roland Goriupp übergaben, sorgte dafür, dass sich Lindenberger nicht mehr wohl fühlte. War für den ehemaligen Teamtorhüter, der 41 Länderspiele absolvierte, der letzte Anstoß zum Rückzug. Da kam die Anfrage von Ruttensteiner zum richtigen Moment.

Eine neue Herausforderung für den 61jährigen, der sich via Facebook von den ehemaligen Schützlingen auf englisch verabschiedete: „Rock europe as you did before.“ Damit meinte er: Schafft wieder so souverän die EM-Qualifikation wie vor drei Jahren. Lindenbergers Torhüter heißen nicht mehr Heinz Lindner, Cican Stankovic und Richard Strebinger, sondern Ariel Harush, Dani Amos und Guy  Haimov. Die kommen von Hapoel Be´er Sheva, Maccabi Nathanya und Maccabi Haifa. Gestern war Arbeitsbeginn. Freitag wartet das erste Spiel zur Nations League in Albanien, Dienstag darauf der Test in Belfast gegen Nordirland, Österreichs Gegner in der Nations League. Zu Herzogs Staff gehört auch noch Heinz Hochhauser als Scout. Auch der beginnt am Freitag. In Glasgow bei Schottland-Belgien, weil die Schotten der zweite Nations League-Gegner der Israels sind.  Samstag sieht Hochhauser in Belfast Nordirland-Bosnien, wird dort wohl einen „Spion“ von Österreichs Teamchef Franco Foda bei seinen zwei Gegnern treffen. Montag ist Hochhauser wieder in Glasgow bei Schottland-Albanien, Dienstag sieht er sich Israels Team in Befast an: „Für uns ist er hundertprozentig gut genug“, bemerkte Ruttensteiner zur Verpflichtung des ehemaligen Salzburg-Sportchefs und Austria-Trainers. Spielte  wohl darauf an, dass von Kollers Scouting-Abteilung bei Foda nur Heimo Kump übrig blieb.

Der Sportchef gab Montag in Tel Aviv das Play-off als ambitioniertes Ziel für die Nations League aus. Herzog trug das mit, stellre fest, er wolle die Siegermentalität in Israels Team bringen, Erster vor Schottland und Albanien werden. Sieben Legionäre hat er dabei, neun weniger als Foda: Aus Österreich Munas Dabbur, der einer von 14 Spielern von Meister Red Bull Salzburg ist, die bei Nationalteams sind, und den Austrianer Alon Turgeman,  zwei aus England, je einen aus Deutschland (Taleb Tawatha von Eintracht Frankfurt, der Mannschaft von Adi Hütter),  Griechenland und China.

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