Fußball

Mehr als nur ein „blaues Aug“ für Austria

Eric Martel begann Austrias Heimspiel gegen Hartberg schon mit einem blauen rechten Auge (Bild oben). Andenken an das 1:3 in Salzburg am Mittwoch. Am Ende hatte die ganze Austria durch die 0:1 (0:1)-Heimpleite mehr als nur ein „blaues Aug.“ Hatte die schwächste Leistung dieses Jahres auch etwas mit einem Andenken an Salzburg zu tun? Die zwei intensiven Duelle gegen den Meister kosteten sicher Substanz. Hartberg konnte sich durch die Verschiebung des Tirol-Spiels hingegen zwei Wochen auf das Match bei der Austria vorbereiten, wirkte möglicherweise auch deshalb etwas frischer, entschlossener. Aber das darf keine Entschuldigung dafür sein, dass es den Austrianern an Kreativität, Inspiration, Genauigkeit und ordentlichem Zweikampfverhalten fehlte, wie General Manager Peter Stöger nachher zugab. Das besserte sich etwas nach einer Stunde, aber das reichte in den restlichen 35 nicht.

Die Austria machte es Hartberg nicht schwer, den ersten Sieg in diesem Jahr, erst den vierten in 18 Runden zu feiern. Zwei davon gegen Austria.  Von einem vernünftigen Spielaufbau in Violett war nichts zu bemerken. Eine Orgie an Fehlpasses, sobald es nach vorne ging, wenig Tempo, zu viel in die Breite, zu oft zum Tormann zurück. Daher gelang es Hartberg leicht, Austria vom eigenen Tor fern zu halten. Die erste gefährliche Situation für Tormann Rene Swette gab es erst nach 49 Minuten. Das Konzept von Trainer Markus Schopp, sich mit einfachen Befreiungsschlägen Luft zu verschaffen, konnte deshalb aufgehen. Einer davon, von Tobias Kainz, führte nach 22 Minuten zum goldenn Tor. Mit Hilf dr Austria: Christoph Schösswendter köpfelte zu schwach in Richtung  Tormann Patrick Pentz zurück. Der lief unentschlossen heraus. Kein Problem für Hartbergs Deutschland-Heimkehrer Florian Flecker, das bei seinem Comeback zu nützen.

Zur Überraschung ließ Stöger die zweite Hälfte in unveränderter Aufstellung beginnen. Austauschreif waren einige, fast zwingend Manprit Sarkaria, Aleksandar Jukic oder Stephan Zwierschitz. Stöger begann erst nach einer Stunde zu tauschen. Brachte zunächst  Dominik Fitz und den Albaner Agim Zeka, danach Patrick Wimmer und später Marco Djuricin. Nicht Kapitän Alexander Grünwald, dem Stöger offenbar nicht mehr viel zutraut. Ausgleichschancen gab es nur zwei. Bei denen Fitz und Dominik Pichler an Swette scheiterten. Der dänische Verteidiger Andreas Poulsn schied verletzt aus. Auch das erinnerte an die vergangene Saison, in der es auch einen Tiefschlag durch die Steirer gegeben hatte. Im Play-off um den Platz in der Qualifikation für die Europa League.  So wie 2020 bahnt sich für Austria wieder die Qualifikationsrunde gegen den Abstieg an. Die Chancen, in den letzten fünf Runden noch unter die ersten sechs zu kommen, sind sehr gering, praktisch nicht mehr vorhanden. Die von Hartberg stehen sogar etwas besser. Jetzt punktgleich mit Austria, aber ein Spiel weniger ausgetragen. Das violette Szenario für April und Mai, das sich abzeichnet: Gegen St.Pölten, Ried (Sonntag beim direkten Duell im Innviertel 1:1), Altach und Admira statt gegen Salzburg, Rapid, LASK, und Sturm.

In den oberen Tabellenregionen verdrängte der LASK mit dem ersten Heimsieg dieses Jahres, dem 2:0 (1:0) gegen Sturm, die Grazer von Platz drei. Der Rückstand auf den Zweiten Rapid beträgt vier Punkte.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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