Fußball

Minamino schrieb Geschichte, aber Salzburg stieg mit 35.Sieg noch nicht auf

Österreich kann einmal mehr auf seine Mannschaft des Jahres wirklich stolz sein. Wie Red Bull Salzburg durch die Europa League marschiert, wird in ganz Europa für Aufsehen sorgen. Vier Siege in vier Spielen, das schafften ansonst nur Chelsea, Eintracht Frankfurt und Dinamo Zagreb mit Ex-Austria-Trainer Nenad Bjelica. Das kommt nicht von ungefähr. Ebenso die 14 erzielten Tore. Die erste Hälfte beim 5:2 (4:0) in Trondheim gegen Norwegens Meister Rosenborg kann man mit ruhigem Gewissen in die Kategorie Traumfußball einordnen. Und das, obwohl diesmal Munas Dabbur, der Torjäger vom Dienst, ausnahmsweise nicht traf. „Heute gibt´s keinen Schatten“, stellt Trainer Marco Rose lächelnd fest.

Statt Dabbur traf ein anderer und schrieb damit Geschichte: Takumi Minamino (Bild oben), bisher eigentlich ein Edeljoker. In 15 Einsätzen in der Europa League gelangen dem 23jährigen zuvor drei Tore, gestern scorte er  zwischen der 5.und 45. Minute ebenfalls dreimal. Unglaublich, damit ist er der erste Japaner, der in einem Europacupspiel drei Tore erzielte. Ein Goldgriff von Rose, ihn zu bringen, Hannes Wolf eine Pause zu gönnen: „Ich weiß ja, wozu meine Spieler fähig sind“, formulierte es Rose, „Taki war heute so richtig gängig und quirlig.“ Minamino sagte nachher in einwandfreiem Deutsch beim Puls 4-Interview, wie sehr er sich darüber freue.

Salzburg ist damit in 24 Pflichtspielen dieser Saison noch unbesiegt, hat die meisten Siege in der Geschichte der Europa League, nämlich 35. Eigentlich Wahnsinn, dass diese Gala noch nicht zum Aufstieg reichte, weil Celtic Glasgow RB Leipzig mit den Ex-Salzburgern Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer 2:1 bezwang, wobei Laimer den Ausgleich zum 1:1 vorbereitete. Rein rechnerisch kann Salzburg noch den Aufstieg verpassen, praktisch ist dies aber eigentlich unmöglich

Aufgestiegen sind andere Österreicher: Adi Hütter, der ehemalige Salzburger Meistertrainer, mit Eintracht Frankfurt durch ein 3:2 auf Zypern bei Apollon Limassol  nach 3:0-Führung. Danach feierten die tausende Frankfurter Fans auch den Trainer, der dies als tollen Moment empfand: „Das zeigt mir, dass ich mehr und mehr in Frankfurt ankomme.“ Aufgestiegen auch Teamkapitän Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic mit Bayer Leverkusen mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den FC Zürich. Ex-Austrianer Emir Dilaver sah im Nebel von Zagreb das 3:1 gegen Spartak Trnava nur von der Bank. Über den Aufstieg in die k.o.-Phase freute er sich trotzdem.

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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