Fußball

Nach drei Monaten wieder Vollgas – erstmals vollhaarig mit Zopf

Wie letztes Jahr kam RB Leipzig mit seinen Österreichern Marcel Sabitzer, Stefan Ilsanker und Konrad Laimer zum Trainingslager in die Tiroler Bergwelt nach Seefeld, Aber es hat ich schon einiges geändert. Auch bei Sabitzer. Er präsentiert sich im New Look, in der Übergangsphase von bisher kurzen zu langen Haaren. Und damit ihm die beim Training nicht ins Gesicht fallen, band sie der Steirer, der wie immer mit Ex-Salzburg-Legionär Kevin Kampl ein Zimmer teilt, zu einem Zopf zusammen. Aber was für ihn, Leipzigs neuen Trainer Ralf Rangnick und auch Österreichs Teamchef Franco Foda am wichtigsten ist: Drei Monate nach der Schulteroperation kann Sabitzer wieder Vollgas geben. Leipzig hat seinen wichtigsten Antreiber zurück.

An die erste sechs Wochen nach der Operation will sich Sabitzer nicht mehr zurück erinnern. Weil die ziemlich nervig waren. Da dufte er den linken Arm nicht bewegen, nicht Auto fahren. Jetzt ist alles wieder im Lot, arbeitet er daran, das nötige Ball-Raum-Gefühl zu finden, sich an das Tempo zu gewöhnen: „Bei Leipzig wählt kein neuer, aber ein frischer Wind“ sagt Sabitzer zum komplett neuen Trainerteam mit der Doppelfunktion von Ralf Rangnick als Trainer und Sportchef, die er ja aus dem Aufstiegsjahr her schon kennt. Ärgerlich können Sabitzer und Kampl nur werden, wenn man Leipzigs zweite und letzte Saison unter Ralph Hasenhüttl als Rückschritt bezeichnet, wie man es mitunter auch im Klub versucht, weil es nach dem sensationellen Vizemeister-Titel  zu keinem Champions League-Platz, nur zu Rang sechs und der Qualifikation für die Europa League reichte: „Wir haben uns trotzdem weiter entwickelt, mussten erstmals mit der Dreifachbelastung leben, viele Ausfälle wegstecken.“

Dass der 60jährige Rangnick etwas die Zügel anzieht, wie Leipzig-Kenner behaupten, auf Disziplin großen Wert legt, stört Sabitzer nicht. Die auffälligste Neuerung: Eien Drohne, ferngesteuert vom Video-Analysten, kreist 20 Meter über dem Seefelder Trainingsplatz, damit Rangnick nachher aus der Vogelperspektive nochmals einen Überblick über das hat, was im Training gut klappte und was nicht. Die Reaktion der Leipzig-Spieler: Sie versuchten im Spaß, mit dem Ball die Drohne herunter zu schießen. Sabitzer hätte es beinahe geschafft. Ob er in einem Monat auch als vollhaariger Sabitzer in seine steirische Heimat, zum Teamlehrgang nach Bad Waltersdorf kommt, mit Zopf gegen Schweden in Austrias neuer Generali-Arena und zum Start in die Nations League gegen Bosnien in Zenica erstmals im österreichischen Teamdress mit Zopf spielen wird, das läßt er noch offen: „Jetzt lass´ich die Haare einmal wachsen. Und wenn der Tag kommt, an dem mir die langen Haare nicht mehr gefallen, dann gibt´s die Rückkehr zu kurzen. Das wird kein Problem sein.“

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