Fußball

Neues von Rangnick gab es nur zu Robert Ljubicic

Die Zukunft von Österreichs Nationalmannschaft sollte Ralf Rangnick Montagabend beim „Sport und Talk aus Hangar 7“ bei Servus TV skizzieren. Aber viel Neues erfuhr man vom Teamchef nicht. Den Wunsch, effizienter zu werden, mehr Killerinstinkt zu zeigen, hatten schon mehrere Teamchefs vor ihm. Die Leistungen in vier der sechs Spiele der Nations League bezeichnete Rangnick als „dem relativ nahe, wo wir hinwollen!“ Bei der Europameisterschaft dabei zu sein und mehr als nur in der Gruppe mitzuspielen, galt auch schon vor seiner Ära als Ziel. 2016 und 2021 schaffte Österreich überzeugend die Qualifikation. 2016 gelang in Frankreich unter Marcel Koller gegen Ungarn, Portugal und Island das mehr als nur mitspielen nicht, fünf Jahre später unter Franco Foda durch Platz zwei hinter Holland, aber vor der Ukraine und Nordmazedonien hingegen schon. Weil zudem danach noch die starke Leistung im Achtelfinale gegen den späteren Europameister Italien beim unglücklichen 1:2 nach Verlängerung im Wembley-Stadion folgte. Die „Revanche“ kann ja unter Rangnick am Tag der WM-Eröffnung in Katar, am 20. November im Wiener Happel-Stadion gelingen.

„Wir müssen nicht jeden Ball bei jeder Situation attackieren, brauchen eine klare Grundordnung und Kompaktheit, aus der heraus wir das Spiel kontrollieren können“ skizzierte Rangnick den geplanten Spielstil, „wenn wir alle Mann an Bord haben, wissen die Spieler, worauf es ankommt. Viele von ihnen sind in Leipzig und Salzburg schon durch diese Schule gegangen!“ Wirklich Neues sagte Rangnick nur zum Thema Robert Ljubicic, als er die Meldung der kroatischen Sportzeitung „Sportske Novosti“, wonach sich der Ex-Rapidler schon entschieden hätte, künftig für Kroatien, die Heimat seiner Eltern zu spielen, als falsch abqualifizierte: „Das stimmt definitiv nicht!“

Der 23 jährige weiß seit Wochen, dass Rangnick ihn gerne beim November-Trainingslager in Marbella und bei den Spielen gegen Andorra und Italien dabei haben würde: „Ich glaube, dass es von der Perspektive her eher möglich wäre, mit Österreich regelmäßig zu spielen als mit dem Vizeweltmeister. In Kroatien ist die Konkurrenz hinten links größer!“ Durch den 24 jährigen Stuttgart-Verteidiger Borna Sosa. In Österreich würde sich ein Duell von Ex-Rapidlern abzeichnen: Robert Ljubicic gegen Max Wöber. Der seine Zukunft eher im Abwehrzentrum sieht. Dienstag hatte Ljubicic beim 0:4 von Dinamo Zagreb gegen Milan einen gebrauchten Abend: Er verschuldete den Elfmeter zum 0:3, danach passierte ihm ein Eigentor zum 0:4, als der Ball gegen seine Schulter flog.

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