Fußball

Oliver Glasner lebt mit der Angst vor den Frankfurter Fans

FC Barcelona gegen Bayern München, das ist Mittwochabend zweifelsohne die attraktivste Paarung unter den Champions League-Spielen. Darum überträgt ServusTV den Schlager aus dem Nou Camp direkt. Allerdings könnte beim Anpfiff bereits fest stehen, dass Barcelona selbst mit einem Sieg keine Chance mehr auf Platz zwei und das Achtelfinale besitzt. Wenn nicht das Wunder von Mailand passiert, der bisher punktelose tschechische Meister Viktoria Pilsen im Meazza-Stadion gegen Inter nicht verliert.  Gewinnt hingegen wie erwartet Inter, kann Barcelona Inter aufgrund des direkten Vergleichs nicht mehr überholen, muss dann als Dritter im Frühjahr in der Europa League spielen. Das wäre ein Tiefschlag für die stolzen Katalanen.

Alles möglich ist hingegen noch für den einzigen österreichischen Trainer in der Champions League, für Oliver Glasner mit Eintracht Frankfurt in der Gruppe mit Tottenham, Olympique Marseille, Sporting Lissabon. Derzeit ist Frankfurt Letzter. aber mit einem Heimsieg gegen Marseille und drei Punkten nächste Woche in Lissabon gegen Sporting würde Frankfurt aufsteigen. Das ist für Glasner das klare Ziel. Vor dem zweiten Duell mit Frankreichs Vizemeister lebt er aber mit der Angst vor den eigenen Fans. Wegen der Vorkommnisse rund um Frankfurts 1:0-Sieg in Marseille am 13. September. Die Auseinandersetzungen zwischen Fangruppen wurden in Frankfurt als „kriegsähnliche Zustände“ geschildert. Daher gibt’s Befürchtungen, dass sich einige aus der Eintracht-Szene revanchieren wollen,

Darum ist Mittwoch ein Großaufgebot an Polizei bei dem Hochrisikospiel im Einsatz, auch eine deutsch-französische Einsatztruppe, also die Bundespolizei gemeinsam mit der Gendamerie national. Glasner nahm die Fans in die Verantwortung: „Wir wollen weiterkommen und brauchen sie auch im Frühjahr. Wenn aber etwas passiert, dann sind sie draußen!“ Denn beide Klubs stehen unter Beobachtung der UEFA. Gibt´s ähnliche „Pyrotechnik-Orgien“ wie im Stade Velodrome, folgen sicher Konsequenzen. Die Geisterspiele heißen könnten. Über das Match zwischen Tottenham und Sporting Lissabon wollte Glasner nicht nachdenken: „Wir wollen und müssen gewinnen. Die Rumrechnerei, was genügen könnte, führte bisher zu ganz wenig!“

Foto: UEFA.

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