Eigentlich war geplant, dass bei der Präsentation der neuen Austria-Trikots auch der Name des neuen Hauptsponsors auf der Brust stehen wird. Der Plan konnte nicht realisiert werden. Es gibt noch keinen Nachfolger für „Frank Stahl“, aber seit Dienstag sehr wohl das neue violette Heim-und das weiße Auswärtstrikot von Ausrüster Macron. Die stehen unter dem Leitsatz „Geschichte in die Zukunft tragen“, sollen sichtbar „echt Austria“ sein. Vor 115 Jahren wurde der Wiener Amateur-Sportverein in der Urania gegründet, vor 100 Jahren wurde aus ihm der Fußballklub Austria Wien. Mit Retroelementen wird die Brücke zwischen Geschichte und Zukunft geschlagen. Die markanten Fassadenbänder in der Mitte des Trikots vereinen die fünf Logos aus 115 Jahren Vereinsgeschichte, im Nacken steht „Fußballklub Austria Wien“, im Bunde des Trikots sind die Namen der fünf Ehrenkapitäne verewigt. Von Ludwig Hussak, Walter Nausch, Ernst Fiala, Robert Sara und Herbert Prohaska.
Im New-Look präsentierte sich die Austria erstmals am Freitagabend in der Generali-Arena beim letzten Testspiel für die Qualifikation zur Conference League gegen den ungarischen Klub Paks. Sechs Tage später trifft die Austria entweder auf Liepaja aus Lettland oder FK Dedic aus dem Montenegro. Sportvorstand Tomas Zorn kaufte bisher nur Spieler, die keine Ablöse kosteten. Das trifft auf die Innenverteidiger Ibrahim Buhari und Jonas Feddersen sowie Offensivspieler Julian Hettwer zu. Die restlichen „Neuen“ kommen von den Young Violets (Hasan Deshisku, Daniel Nnodim, Valentin Tofil), Moritz Wels kehrt von der Leihe bei WSG Tirol zurück. Für die Verkäufe von Abubakr Barry, U-17-Vizeweltmeister Ifeany Ndukwe nach Liverpool und Konstantin Aleksa zu Hoffenheim bekam Austria insgesamt sieben Millionen, Marko Raguz und Romeo Vucic wechselten ablösefrei zu Altach und Blau Weiß Linz. Daher hat Austrias Transferbilanz derzeit ein Plus von sieben Millionen. Andererseits ist der Marktwert der Abgänge mit 8,7 Millionen doppelt so hoch wie der von den Zugängen (4,35 Millionen). Die Transferzeit geht zwar noch bis Anfang September – aber ohne neuen Hautsponsor dürfte nicht mehr viel passieren.
Foto: FK Austria.